40 Jahre BMW 5er
Als München leuchtete

Seit 1972 hört die BMW-Mittelklasse auf den Namen 5. Sechs Generationen mit vier, sechs und acht Zylindern haben dem gehobenen Management treue Dienste geleistet - und stehen für ein wichtiges Kapitel Automobil-Historie.
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Berlin/Düsseldorf1972 war ein Jahr des Aufbruchs: Willy Brandt wagte gerade mehr Demokratie, die Wirtschaft brummte und in München wollte man ein olympisches Fest der Leichtigkeit feiern. BMW baute gerade gegenüber vom Olympiagelände ein neues Verwaltungsgebäude und nutzte den Rummel zur Präsentation eines neuen Automobils. Die Fünfer-Reihe erblickte das Licht der Welt.

1970 hatte der Amerikaner Bob Lutz als Vertriebsvorstand als Nachfolger von “Nischen-Paule” Hahnemann angeheuert. Was vorher hemdsärmelig als Intuition daher kam, hieß nun Marketing. Und die Fünf im Namen sollte Assoziationen wecken: Die legendären - aber leider auch ziemlich erfolglosen - Achtzylinder-Limousinen trugen im Namen ebenfalls eine 5 an der ersten Stelle, so wie die kompakten Vorkriegs-BMW wie der 328 eben die 3 im Namen trugen. An Ziffer zwei und drei konnte man lange den Hubraum ablesen.

Die Erfolgsgeschichte des ersten Fünfer-BMW begann mit einem Vierzylinder, der noch aus dem Vorgänger - der Neuen Klasse - stammte und vom Motorenpapst Alexander von Falkenhausen entwickelt worden war. Mit einer mechanischen Benzineinspritzung brachte es die vorzugsweise im zeitgemäßen gift-gelb oder knall-orange lackierten viertürige Limousine auf 130 PS und konnte es so leicht mit der amtierenden Mercedes - Mittelklasse, dem Strich-Achter aufnehmen.

Nur dessen Spitzenmodell konnte dank 2,8 Liter-Sechszylinder auf der Autobahn davon ziehen. Doch das ließen die Bayern nicht auf sich beruhen. Denn man wollte sich nicht länger mit der Nische zwischen Opel-Rekord und Mercedes zufrieden geben, sondern den Schwaben Paroli bieten.

Und so wurde bereits 1973 mit dem 525 nachgelegt, dem großen Sechszylinder aus dem 2500, der ebenfalls der Feder von Falkenhausen entstammte. Mitten in der Ölkrise - als allerorten der Absatz einzubrechen drohte - eröffnete BMW im niederbayrischen Dingolfing ein neues Werk. Mit vom Unternehmen gecharterten Bussen wurden die Mitarbeiter selbst im Bayerischen Wald eingesammelt und die Fünfer-Produktion bald ganz aus München hierher verlagert.

Ständig wurde die Entwicklung fortgeschrieben, 1976 gab es eine größere Niere und etwas grössere Rückleuchten für das leicht abfallende Heck, das der Philosophie des Chefdesigners Paul Bracq folgte, den man 1970 von Mercedes abgeworben hatte, wo er unter anderem pikanterweise eben auch für den Entwurf jener Mittelklasse verantwortlich zeichnete, auf die die neue kompakte Limousine angesetzt war.

Kommentare zu " 40 Jahre BMW 5er: Als München leuchtete"

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  • Hmm, der mehrfach erwähnte E46 ist ein 3er BMW!

  • Selten habe ich einen so schlecht recherchierten und Konfus geschriebenen Artikel auf Handelsblatt online gelesen.
    Das obwohl ich inzwischen an Fehler in Rechtschreibung und Inhalt gewohnt bin.

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