ADAC-Test
Zwei Starter-Batterien fallen durch

Einige Hersteller von Autobatterien mogeln. Die Leistungs- und Qualitätsangaben auf ihren Produkten stimmen nicht immer mit den auf der Batterie aufgedruckten Werten überein. Dies zeigte sich bei einem aktuellen ADAC-Test von sechs Starterbatterien. Außerdem sind die Batterien zum Teil schlechter, teurer und schwerer geworden.
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Autofahrer sollten sich angesichts der aktuellen Minustemperaturen besonders um ihre Starterbatterien kümmern. "Man muss sich nicht kalt überraschen lassen", sagt Manfred Groß vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg am Lech. "Im vierten Jahr machen die meisten Batterien schlapp." Autofahrer, die erste Warnzeichen auf schwächelnde Batterien erkannt haben, sollten - am besten in einer Fachwerkstatt - festellen lassen, ob die Batterie nur aufgeladen oder erneuert werden muss.

Zu den Warnzeichen zählt, wenn die Innenbeleuchtung des Autos dunkler als sonst ist. Auf eine schwache Batterie weist auch hin, wenn das Licht nach dem Gas geben heller wird. Und natürlich wenn sich der Motor beim Starten schwer tut.

Muss die Batterie ersetzt werden, so hilft bei der Kaufentscheidung für die neue der Blick auf einen aktuellen Test des Münchener Autoclubs: Dabei sind zwei der insgesamt sechs Testkandidaten wegen schlechter Werte beim Kaltstartverhalten schon zu Beginn durchgefallen und wurden daher keinen weiteren Prüfungen unterzogen (Exide Premium EA 722 und Banner Power Bull).

Zwei Starterbatterien bekamen die Note "ausreichend" (Arktis Qualitätsbatterie und Arktis High Tech) und eine Batterie, die Bosch Silver, bestand mit "befriedigend".

Beste Batterie mit "gut" ist die Moll M3plusK2. Sie konnte nicht nur das beste Testergebnis erreichen, sondern hat sich sogar im Vergleich zu 2007 noch leicht verbessert. Auch die nur mit "ausreichend" bewertete Arktis High Tech schnitt im aktuellen Test besser ab als vor drei Jahren.

Geprüft wurde die Startleistung der Batterien. Außerdem wurden die Kraftspender einer technischen Prüfung unterzogen, die unter anderem Wasserverbrauch und Tiefentladung enthält. Weiterhin wurde die Haltbarkeit (Zyklenfestigkeit und Korrosion) geprüft.

Sonnenschein gewinnt beim GTÜ-Test

Auch die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hatte kürzlich acht Starterbatterien getestet. Auf dem Prüfstand standen Blei-Batterien im Bereich 70 bis 72 Ampere-Stunden. Akkus dieser Kapazität werden besonders häufig in Kleinwagen und Kompaktmodellen eingesetzt, etwa in VW Golf oder Opel Astra.

Sieger des GTÜ-Tests war die Batterie Power Plus von Sonnenschein (99 Euro), die gleich in vier Testdisziplinen mit Bestwerten abschnitt. Der zweitplazierte Akku, die Premium Superior Power von Exide (95 Euro) punktete mit der besten Kapazität und der höchsten Anzahl von Entladezyklen. Mit durchweg guten Ergebnissen überzeugte die Moll-Batterie M3 plus K2 (130 Euro). Verlierer war die Arktis High-Tech (126 Euro) mit der geringsten Punktzahl.

Autofahrern, die nur selten oder vor allem kurze Strecken fahren, raten Experten, die Batterie nicht unnötig zu belasten. Heckscheibenheizungen benötigten besonders viel Energie und sollten darum bei freier Sicht ruhig ausgeschaltet werden. Batterien, die bei kurzen Fahrten kaum aufgeladen werden, würden so entlastet. Der Vorteil: Mit dem Verzicht auf Komfort kann auch Benzin gespart werden.

Um die Batterie bei Minusgraden zu schonen, können Autofahrer beim Starten alle Stromfresser abschalten und vor dem Anlassen die Kupplung durchtreten. Zu den energieabziehenden Geräten gehören Radio, Gebläse, Heckscheiben- und Sitzheizungen. Sie sollten auch bei der Fahrt durch Eiseskälte sparsam betrieben werden.

Der TÜV Rheinland empfiehlt außerdem, den Motorraum regelmäßig zu reinigen, denn durch feuchten Schmutz könnten Kriechströme fließen und dem Akku den "Saft" rauben.

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  • banner batterien weist übrigens auf seiner Webseite darauf hin, dass die getesteten batterien nicht mehr im Handel sind und durch ein verbessertes Produkt ersetzt sind. Siehe:
    http://www.bannerbatterien.com/banner/aktuelles/presse/artikel/batterietest-20101.php

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