ADAC-Winterreifen-Test
Keine Bestnote, viele Versager

Der knausrige Griff in den Geldbeutel verlängert den Bremsweg und verkürzt womöglich das eigene Leben oder das anderer. Das ist die wichtigste Erkenntnis des ADAC-Winterreifentests 2010.
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MÜNCHEN. Schnee, Matsch, Glatteis, nasse und dann wieder trockene Straßen: Das alles müssen geeignete Winterreifen wegstecken können. Die chinesischen Billigangebote werden diesem Anspruch von ADAC und Stiftung Warentest nicht gerecht: „Mangelhaft“ lautet das Urteil für die Modelle Star Performer Winter, Interstate Winter IWT-2 und Westlake SW 601 Snowmaster.

Der Grund: laut ADAC „katastrophale Leistungen“ meist gleich in mehreren Teildisziplinen. So kamen beispielsweise der Star Performer Winter und der Westlake SW601 Snowmaster bei einer Vollbremsung aus 100 km/h auf nassem Asphalt 18 beziehungsweise 22 Meter später zum Stehen als der jeweils beste Vergleichsreifen. Während Wagen mit positiv getesteten Reifen bereits standen, waren die Autos mit den chinesischen Pneus noch mit 46,5 beziehungsweise 52,2 km/h unterwegs. Im Ernstfall entscheiden diese gravierenden Unterschiede, ob es zum Unfall kommt oder nicht, im Extremfall über Leben und Tod.

Von den 28 Modellen hat in der Gesamtwertung allerdings kein einziger Reifen die Bestnote „sehr gut“ erreicht, in jeder der beiden untersuchten Größen gibt es jedoch drei mit „gut“ bewertete Reifen, die den Autofahrer sicher durch den Winter bringen können. In der kleinen Dimension (185/65 R15 88T) sind das der Dunlop SP Winter Sport 3D MO mit der Bestnote (2,1) auf Nässe, der Goodyear UltraGrip 7+, der auf Eis guten Halt entwickelt, und der Esa-Tecar Super Grip 7.

Bei den größeren Reifen (225/45 R 17 91&94 H) liegen der Michelin Alpin A4, der trotz äußerst geringem Verschleiß auch noch mit der Bestnote auf Nässe aufwarten kann, der schneestarke Continental WinterContact TS830P sowie der sehr ausgewogene Dunlop SP Winter Sport 3D vorne.

Die beiden in der 185er-Größe getesteten Ganzjahresreifen empfehlen sich je nach Einsatzbedingungen durchaus als Alternativen zum reinen Winterreifen. Insbesondere der Goodyear Vector 4Seasons schwimmt bei hervorragenden Verschleißwerten im Mittelfeld der Spezialisten mit.

Bei der Wahl der Winterreifen empfiehlt der ADAC, den Preis nur als untergeordnetes Kaufargument zu betrachten. Allerdings lohne es sich vor dem Kauf die Preise zu vergleichen. Für ein und dasselbe Modell ließen sich Preisspannen bis zu 34 Euro pro Reifen bei den 185ern und bis zu 81 Euro bei den teureren 225ern ausmachen.

Quelle: ADAC

Kommentare zu " ADAC-Winterreifen-Test: Keine Bestnote, viele Versager"

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  • @Peter
    Ah,du kannst also englisch, interessant.

  • i love Conti. And so does my PT Cruiser.

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