Alfa Romeo Spider
Ein Traum von Italien

Achim Hillgraf, Deutschlandchef des Industrieversicherers FM Global, testet den Alfa Romeo Spider. Sein Urteil: der angemessen prätentiöse Auftritt für Schöngeister.

Den Alfa Spider habe ich schon einmal in England aus der Nähe gesehen. Einer meiner Kollegen dort ist ihn gefahren, allerdings das alte Modell. Im Vergleich dazu hat sich der neue richtig gemacht: Besonders von außen ist er eine echte Schönheit. Nach der Hinterachse kommt nicht mehr viel Auto – das gefällt mir sehr. Und auch der Kühlergrill ist ein Hingucker: Die dreieckige Form sieht dynamisch aus.

Alfas gelten ja als Männerautos mit exzellenten Motoren. Selbst das Cabrio ist deshalb deutlich anders positioniert als seine direkten Konkurrenten. Der Mercedes SLK zum Beispiel spielt ja grundsätzlich in der gleichen Liga – aber der ist eben eher ein Frauenauto.

In diesem Wagen habe ich mich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Das ist schon erstaunlich, denn bei Cabrios habe ich immer den Gedanken im Hinterkopf, dass sie weniger sicher sind als geschlossene Wagen. Aber der Spider macht einen vertrauenerweckenden Eindruck. Die Überrollbügel sehen kräftig aus. Und selbst wenn das Verdeck geschlossen ist, passe ich mit meinen 1,88 Metern locker in den Wagen, ohne mit dem Kopf an das Verdeck zu stoßen.“

Der neue Alfa Romeo Spider, das Vorzeige-Cabrio aus dem Fiat-Konzern, soll an die Geschichte seiner rassigen Vorgänger anknüpfen. Das erste Cabrio der Reihe lief 1966 vom Band – und konnte Alfa-Liebhaber wegen seiner ausladenden Heckpartie zunächst nicht begeistern. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Spider aber zum Klassiker. Das neue Modell, das seit dem vergangenen Jahr produziert wird, verfügt serienmäßig über ein elektrisches Verdeck mit beheizbarer Heckscheibe aus Glas, in der Variante „Exclusiv“ gibt’s auch die Lederausstattung noch dazu. Der „Normal“-Motor bringt 185 PS auf die Straße und beschleunigt den Sommer-Italiener in 8,8 Sekunden von null auf hundert. Das neue 3,2-Liter-Benzinaggregat mit sechs Zylindern wartet dagegen mit satten 260 PS und einem permanenten Allradantrieb auf. Und dieser Kraftbolzen macht's dann in 7,0 Sekunden von null auf hundert.

„Der Alfa macht auch beim Fahren eine sehr gute Figur. Er hat eine angenehm direkte Lenkung – wie man es von einem sportlichen Wagen erwartet. Der Siebener-BMW, den ich dienstlich fahre, ist da ganz anders. Er fühlt sich viel schwerer und gefälliger an, aber er ist ja auch nicht solch ein Raubein. Allerdings: Wenn man 40 000 Kilometer im Jahr fährt, ist er das ideale Auto, sehr sicher. Und wenn ich aussteige, bin ich auch nach langen Strecken so entspannt, dass ich direkt mit der Arbeit loslegen kann.

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