Alpina B7

Lässig auch bei 330 km/h

Understatement-Optik, feiner Luxus und extrem schnell – der Alpina B7 ist ein Ferrari-Schreck besonderen Kalibers. Trotz eines brutalen Vortriebs fährt er in allen Situationen sehr manierlich.
  • Benjamin Bessinger
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Was der Alpina B7 im Detail bietet
Alpina B7
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BMW selber bietet von seinem 7er-Flaggschiff zwar keine M-Version an, doch der B7 vom Veredler aus Buchloe ist mehr als nur ein hervorragender Ersatz. Der Luxusliner ist ein echter Überflieger in Sachen Tempo.

Blick unter die Motorhaube
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Unter anderem neue Turbolader entlocken dem 4,4-Liter-V8 eine Spitzenleistung von mehr als 600 Pferdestärken und gewaltige 800 Newtonmeter Drehmoment ab 3.000 Touren.

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Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Alpina in 3,7 Sekunden. Und der Motor entwickelt immer und jederzeit so viel Punch, dass einem jeder Kickdown sofort ins Kreuz fährt.

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Auch im Fond des Alpina B7 können die Fahrgäste gehobenen Luxus genießen. Im B7 fällt die Entscheidung schwer, ob man selber Gas gibt, oder sich lieber chauffieren lässt.

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Eilige Chefsache: Das veredelte BMW-Flaggschiff zählt mit einer Spitzengeschwindigkeit von 330 km/h zu den souveränsten und schnellsten Chef-Limousinen. Das 5,25 Meter lange Fahrzeug schüttelt Renntempo nicht nur lässig aus dem Ärmel, sondern bleibt im Hochgeschwindigkeits-Tiefflug extrem gelassen.

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Trotz des brutalen Vortriebs ist der Sound des Fahrzeugs vergleichsweise dezent. Das hat bei Alpina Tradition.

Blick in den Innenraum
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In der bekannten Mittelkonsole hat sich der Veredler als Hersteller mit einer Plakette verewigt.

Extraschnelle Luxuslimousinen tragen bei Mercedes die Zusatzbuchstaben AMG und bei Audi S. Doch bei BMW? Hier muss man sich an Alpina wenden, wenn man einen BMW 7er mit Monstermuskeln will. Zum Ende des Sommers kommt der neue B7 als Ferrari-Schreck. 608 PS stark, 330 km/h schnell, mindestens 148.800 Euro teuer.

Im Zentrum der Kraft steht der 4,4-Liter-V8 aus dem BMW 750i, dem Alpina eine komplett neue Peripherie verpasst: Mehr Durchsatz für die Frischluft, mehr Leistung fürs Kühlsystem und zwei größere Lader sorgen für 158 PS Mehrleistung und imposante 800 Nm Drehmoment. In 3,7 Sekunden beschleunigt der B7 von 0 auf 100. Auch jenseits dieser Marke kann der Motor bei Leistungsabfrage jederzeit für einen imposanten Kick ins Kreuz sorgen.

Schnelle Sprints können die anderen Sportler im Smoking auch. Bereits der 750i ist mit 4,4 Sekunden gut dabei. Doch was den B7 aus der Masse der elitären Eiligkeiten heraushebt, ist seine Höchstgeschwindigkeit.

Alpina gewährt seinem Flaggschiff Auslauf bis 330 km/h. So wird der Super-Siebener zum Überflieger, den auf der Überholspur allenfalls noch Flachmänner aus Italien oder England bedrängen können.

Und die 330 km/h sind kein leeres Versprechen. Der B7 schafft solche Geschwindigkeiten tatsächlich und kann sie auch halten. Der Aufbau bleibt stabil, der Kurs stur, der Lärmpegel überraschend verhalten, selbst Spurwechsel treiben einem dank der stabilisierenden Allradlenkung keinen Schweiß auf die Stirn.

Nicht weniger beeindruckend hämmert der B7 durch Kurven. Weil die Allradlenkung bei niedrigerem Tempo virtuell den Radstand verkürzt, weil der serienmäßige Allradantrieb bis zu 80 Prozent der Kraft an die Hinterachse bringt und weil im Sport-Plus-Modus alle Muskeln noch ein bisschen stärker anspannt werden, macht sich das Dickschiff dort richtig dünne. Erstaunlich leichtfüßig und agil fühlen sich die 2,1 Tonnen an.

Neben Fahrspaß hat Alpina dem 7er zudem eine Extraportion Luxus verpasst. Allein für den Lederbezug des Lenkrads brauchen die Näherinnen sechs Stunden, die gesteppten Sitzpolster sind kaum weniger aufwändig und überall funkelt der Klavierlack auf den edlen Hölzern.

Allein für die Belederung des Lenkrads braucht eine Näherin sechs Stunden Quelle: Alpina
Mindestens 148.800 Euro teuer ist der Luxus, aber es steckt auch viel Liebe und Arbeit im Detail.

Allein für die Belederung des Lenkrads braucht eine Näherin sechs Stunden.

Der Clou ist allerdings das digitale Cockpit in den klassischen Alpina-Farben. Denn die grünen Zeiger wischen über ein so strahlend-tiefes Blau, dass sich der Blick darin fast wie in den Augen der Liebsten verlieren könnte.

Auf die üblichen Prahlereien der Branche verzichtet Alpina dagegen. Spoiler, Schweller und die 21-Zoll-Räder des B7 wirken dezent. Auch der Motorsound ist für ein Auto dieses Kalibers halbwegs verhalten. Man muss schon genau hinschauen, will man den B7 von einem mit M-Paket aufgemotzten 750i unterscheiden. Oder man wartet, bis beide Autos Gas geben – dann erklärt sich die Sache ganz von selbst.

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