Alternative zum Z4 Roadster und 3er Cabrio
BMW 125i Cabrio: Der Sonne entgegen

Für gewöhnlich interessieren sich Automanager eher für Aktienkurse und Bilanzen. Doch bei BMW gehört in diesem Frühjahr ganz sicher auch der Wetterbericht zur Pflichtlektüre.

dpa-infocom HAMBURG. Schließlich erweitern die Bayern im April ihr Modellprogramm um das 1er Cabrio und bieten dann mehr offene Autos an als jeder andere deutsche Hersteller. Damit senken sie zugleich die Hürden für den Eintritt in die Welt des Windes: Musste man bislang für einen Z4 Roadster knapp 30 000 und für einen offenen 3er gut 40 000 Euro bezahlen, sitzt man bei BMW künftig schon ab 28 550 Euro an der frischen Luft.

Ähnlich wie sein ebenfalls brandneuer Gegenspieler Audi A3 und anders als sein großer Bruder in der 3er-Reihe bekommt der 1er ein klassisches Stoffverdeck, das in allen Versionen vollautomatisch unter einer Klappe hinter den Rücksitzen versenkt wird. Ein Knopfdruck und 22 Sekunden Geduld genügen, dann gibt der 1er den Blick zum Himmel frei. Auf lange Ampelphasen muss man dabei nicht warten: Weil man den Mechanismus bis zu einer Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde (km/h) aktivieren und danach bis 50 km/h betreiben kann, lässt sich das Verdeck im Stadtverkehr beinahe zu jeder Zeit öffnen und schließen. Dazu gibt es als stilistischen Clou die Option auf eingewebte Silberfäden, die das Verdeck in der Sonne metallisch schimmern lassen, und für die Ledersitze eine spezielle Beschichtung, die das Aufheizen der Oberflächen verringert.

Sonnenbank für zwei plus zwei halbe

Im Gegensatz zu vielen Cabrios mit versenkbaren Hardtops fühlt man sich im 1er bei offenem Dach tatsächlich unter freiem Himmel. Denn die Frontscheibe steht relativ steil und wurde nicht zugunsten einer kurzen Spannweite bis hinter den Kopfbereich gezogen. Auch im Fond hat man im Grunde etwas mehr Platz, wenngleich der Wagen doch nur auf dem Papier ein Viersitzer ist. Mal eben von der Wohnung in den Biergarten oder an den Baggersee - das kann man bei geöffnetem Verdeck auch zwei Erwachsenen im hinteren Teil zumuten. Doch auf langen Strecken nutzt man die Rückbank besser als zusätzliche Ablage für eine weitere Reisetasche und vergrößert so den ohnehin überraschend üppigen Kofferraum, der mit einer breiten Durchladeeinrichtung auch vor Skiern und Snowboards nicht kapituliert.

Sechszylinder bietet wunderbaren Klangteppich zum Cruisen

Für den Antrieb bietet BMW die Wahl zwischen einem Diesel mit 130 kW/177 PS sowie je zwei Vier- und Sechszylinder-Benzinern, die ein Leistungsspektrum von 105 kW/143 PS bis 225 kW/306 PS abdecken. Vor allem die Sechszylinder passen gut zum sportlichen Charakter des kleinen Cabrios: Zwar etwas teurer und sicher auch nicht die vernünftigste Wahl, macht dabei schon der kleine Sechszylinder im 125i viel Freude. Mit maximal 270 Newtonmetern (Nm) beschleunigt er den Wagen in 6,8 Sekunden auf 100 km/h und prüft bis zu einem Tempo von 238 km/h den Sitz der Dauerwelle. Dabei rollt der Sechszylinder einen wunderbar sonoren Klangteppich aus, auf dem man köstlich über die Landstraße fliegen oder über den Boulevard bummeln kann. Und weil BMW auch hier wieder einige Maßnahmen aus dem Efficient-Dynamics-Paket umsetzt, bleiben Normverbrauch und CO2-Ausstoß mit 8,1 Litern und 195 Gramm CO2 pro Kilometer zumindest halbwegs im Rahmen.

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