Auch mit Bioethanol-Antrieb zu haben
Der neue Ford C-Max: Dynamischer und eleganter

Erst gab Ford den Modellen S-Max und Galaxy ein neues, einheitliches Familiengesicht. Jetzt ist auch der kleinere Bruder Focus C-Max an der Reihe. „Kinetic Design“ nennt Martin Smith, Chef-Designer von Ford Europa, die neue dynamische Linienführung.

dpa-infocom HAAR. Das Facelift soll den Vans schon im Stehen ein bewegtes Aussehen verleihen. Doch nicht nur die Nase ist neu, auch der Name wurde dem Großen angepasst: Das Wort „Focus“ in der Bezeichnung wurde gestrichen. Die neue Ähnlichkeit zum großen Bruder S-Max verleiht dem Focus-Van einen erwachseneren Auftritt, besonders der große, trapezförmige Lufteinlass hinter dem Nummernschild. Auch der markanter geschnitzte Stoßfänger mit senkrecht stehenden Nebellampen fällt auf. Eine Chromleiste ziert den oberen Kühlergrill. An der Rückpartie haben die Leuchten eine geänderte Form bekommen. Hinter Klargläsern zeigen jetzt Leds an, wenn gebremst wird, und übernehmen die Funktion vom Fahrlicht.

Der getestete Wagen trägt die neue Ausstattungslinie Titanium und rollt auf 17-Zoll-Alufelgen. An den Türen, am Armaturenbrett und der Mittelkonsole gibt es Applikationen, die wie gebürstetes Chrom aussehen. Das vermittelt eine kühle Sachlichkeit. Die Ausstattung Ghia punktet dafür mit Holz-Optik. Preislich unterscheiden sich die beiden nicht.

Der Platz hinter dem Lenkrad ist bequem und bietet genügend Halt. Sowohl der Fahrer- als auch der Beifahrersitz sind höhenverstellbar. Die blaue Schutz-Tönung verhindert an allen Fenstern, dass zu viel Wärme durchkommt. Eine Besonderheit des C-Max ist sein variabler Fond: Es gibt drei Einzelsitze, von denen jeder für sich geklappt, gewickelt oder herausgenommen werden kann. Das lässt sich mit wenigen Handgriffen erledigen. Zudem ist es möglich, den Mittelplatz nach hinten zu klappen und die beiden Außensitze näher zusammenzuschieben. Während die Kopffreiheit nahezu üppig ist, könnte es für die Knie von Langbeinigen eng werden. Das Stauabteil weiter hinten ist reisetauglich. Je nach Sitzkonstellation lassen sich hier zwischen 550 und 1 620 Liter unterbringen.

Auch mit Bioethanol-Antrieb zu haben

Nach wie vor wird der Focus-Van in drei Diesel-Motorisierungen von 90 bis 136 PS und drei Benzin-Varianten von 100 bis 145 PS angeboten. Der 1,8-Liter-Benziner mit 125 PS ist auch als Bioethanol-Variante „Flexifuel“ zu haben: Dann ist es möglich, Ethanol E85 in einem beliebigen Verhältnis mit Superbenzin zu mischen. Der Zweiliter-Benziner kann auf Erdgas-Betrieb (CNG) umgerüstet werden. Mit dem 145 PS starken Zweiliter-Benziner ist der C-Max mehr als ausreichend motorisiert. In 9,8 Sekunden beschleunigt der Vierzylinder den knapp 1,4 Tonen schweren Wagen auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 203 Stundenkilometern (km/h). Den kombinierten Verbrauch beziffert der Hersteller mit 7,3 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern.

Der Motor arbeitet im Leerlauf und im unteren Drehzahlbereich recht leise und wird auch bei hohen Touren nicht zu laut. Ein Fünfgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Vorderräder. Die Box lässt sich exakt, aber auf relativ langen Wegen bedienen. Optional ist ausschließlich für den Top-Benziner eine Vierstufen-Automatik zu haben. Das stufenlose Getriebe Durashift CVT für den 1.8 wurde aus dem Programm genommen.

Am Fahrwerk wurde nicht viel geändert, aber die Spur um jeweils fünf Millimeter erweitert. Den kompakten Van zu fahren macht Spaß, wenngleich der C-Max nicht ganz so agil wie seine technische Mutter Focus um die Kurven flitzt. Der höhere Karosserieaufbau ist bei sportlicher Kurvenfahrt durch eine leichte Seitenneigung spürbar.

Mit dem Facelift wurden auch die Ausstattungslinien neu geordnet: Trend entfällt, dafür gibt es nun Ambiente, Ghia und Titanium. Der Einstieg in den C-Max beginnt unverändert bei 18 450 Euro für den 100 PS starken 1.6 Ambiente, der Titanium kostet 24 050 Euro. Serienmäßig bringt er die Klimaautomatik, einen Regen- und Lichtsensor und den Bordcomputer mit.

Fazit: Dynamischer und eleganter

Das Facelift ist dem C-Max gut bekommen: Er sieht mit der Nase des großen Bruders S-Max dynamischer aus. Der Innenraum gewinnt bei den höheren Ausstattungen durch die neue Mittelkonsole an Eleganz, das Panorama-Glasdach ist eine sinnvolle Ergänzung der Zusatzausstattungen. Nichts geändert wurde an den bewährten Eigenschaften, zu denen der flexible Fondbereich gehört. Zugleich ist der C-Max ein optischer Vorreiter für kommende Modelle des Ford-Portfolios. Darauf darf man gespannt sein.

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