Audi A7 Fließend schön

Mit der Neuauflage des A7 will Audi belegen, dass sich beim Design die Modelle stärker unterscheiden. Bei den inneren Werten ist die Verwandtschaft zum A8 eng - beim Glamour-Faktor setzt das große Coupé aber Akzente.
  • Peter Weißenberg
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  • Spotpress
Innen hält das Bedienkonzept aus dem A8 Einzug Quelle: Audi
Audi A7

Innen hält das Bedienkonzept aus dem A8 Einzug

Manchmal ist es auch schön, ganz tief unten zu sein: “So niedrig war unser Single-frame-Grill noch nie”, ist Audi-Designchef Marc Lichte sichtlich begeistert. Er steht neben der Neuauflage des. Eng verwandt mit der Luxuslimousine A8, aber deutlich unterscheidbar schon im Rückspiegel. Also eben das, was Audi in den letzten Jahren nicht mehr so gelungen war.

Jetzt klappt es - schon im Stehen. Front und Silhouette der 4,97 Meter langen Coupé-Limousine sind deutlich flacher und dynamischer gestaltet als beim A8. 1,91 breit, 1,42 Meter flach und dank 2,93 Radstand mit viel Platz auch auf den Rücksitzen vor dem fließenden Heck.

Den A7 Sportback mit seinen rahmenlosen Scheiben gibt es als reinen Vier- und Vier-plus-Eins-Sitzer - und mit ordentlichem Laderaumvolumen von 535 bis 1390 Litern.  Der Gepäckraumdeckel schwingt in einer Abrisskante aus, unter der sich wie beim Vorgänger ein Spoiler verbirgt, der bei 120 km/h elektrisch ausfährt.

Audis schönstes Hinterteil
Audi A7
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Vor drei Jahren hatte Audi auf der Motor Show in Los Angeles mit seiner Studie „Prologue“ Aufsehen erregt. Was damals als gestalterisches Vorspiel zukünftige Erwartungen schürte, setzten die Designer aus Ingolstadt nun in die Realität um und begründeten damit die neue Designsprache von Audi.

Das viertürige Coupé soll laut Audi einen Gran Turismo neuen Zuschnitts verkörpern, mit dynamischer Linienführung, konsequenter Digitalisierung, sportlichem Fahrerlebnis und variablem Raumkonzept.

Mit großen Flächen, scharfen Kanten und athletisch gespannten Linien soll der A7 aus jeder Perspektive Dynamik und Progressivität signalisieren
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Seine Front ziert ein im Vergleich zum Audi A8 breiterer, tiefer platzierter Grill; schmale Scheinwerfer, die markanten Lufteinlässe sowie der flache Vorderwagen sollen seine Sportlichkeit betonen.

Die Scheinwerfer sind in drei Versionen lieferbar, bei der mittleren und der höchsten Ausstattung symbolisieren sie das Thema Digitalisierung. Durch schmale Zwischenräume getrennt, stehen hier zwölf Leuchtsegmente nebeneinander, sie erwecken Assoziationen mit dem Prinzip der Ziffern Null und Eins. In der Topversion sind die HD-Matrix-LED-Scheinwerfer mit Audi-Laserlicht erhältlich...

Die Silhouette wird durch die nach hinten straff abfallende Dachlinie bestimmt
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Die lange Motorhaube, der lange Radstand und die kurzen Überhänge weisen auf athletische Gene hin, ausgeprägte Konturen betonen die Räder, deren Durchmesser bis 21 Zoll reichen ...

Vier Zahlen stehen für den sportlichen Charakter des Coupés:
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Es misst 4,97 Meter in der Länge, 2,93 Meter im Radstand und 1,91 Meter in der Breite – ist aber nur 1,42 Meter hoch. Am Heck endet der lange Gepäckraumdeckel in einer geschwungenen Abrisskante und integriert einen Spoiler, der bei 120 km/h elektrisch ausfährt.

Ein flaches Lichtband – gemeinsames Designmerkmal der Audi-Topmodelle – verbindet die Heckleuchten miteinander, deren Schlusslicht aus 13 vertikalen Segmenten besteht.

Der Innenraum vermittelt eine futuristische Atmosphäre
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Die horizontale Linienführung und die schlanke Instrumententafel sorgen für ein luftiges Raumgefühl. Die Mittelkonsole ist zum Fahrer hin orientiert, ein Lichtpaket zeichnet die Konturen nach...

Der A7 folgt nun in seiner Digitalisierungstrategie dem A8
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Sie ersetzt den Dreh-Drück-Steller sowie die konventionellen Tasten und Regler durch zwei große, hochauflösende Touch-Displays. Auf dem oberen steuert der Fahrer das Infotainment. Das untere, auf der asymmetrisch geschnittenen Konsole des Mitteltunnels gelegen und 8,6 Zoll groß, eröffnet den Zugriff auf die Klimatisierung, die Komfortfunktionen und die Texteingabe...

Audi A7
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Das viertürige Schrägheck kann in puncto Sicherheits- und Komfortassistenten alles, was auch der "große Bruder" A8 anbietet

Vor allem mit den maximal 21 Zoll großen Rädern liegt der A7 satt auf der Straße, Ausbuchtungen über den Radhäusern betonen diesen Eindruck noch. Und die optionalen Matrix-Scheinwerfer blicken bissiger als beim A8 ins Land. Am besten gefällt Lichte aber das Heck mit seinem durchgängigen Leuchtband: “Das wird überall auffallen.” Auf jedem Fall, wenn der Kunde für die Light-Show Extra-Geld investiert: Dann sorgt ein mehrstufiges Start-Spektakel mit Hin und Her der gelben und roten Lampen in 13 Segmenten für Aufmerksamkeit im Straßencafé. Nicht nur Asiaten werden das wohl lieben.

Form und Funktion stimmen also, wenn der Wagen ab Ende Februar 2018 auf den deutschen Markt kommt. Zunächst nur mit dem Dreiliter-Benziner 55 TFSI Quattro S-Tronic für 67.800 Euro.

Das 340 PS-Coupé schaltet per Siebengang-Doppelkupplung, Allradantrieb und -lenkung sind an Bord sowie das 48-Volt-Bordnetz, mit dem der A7 zwischen 55 und 160 km/h mit abgeschaltetem Motor segeln und danach blitzschnell neu starten kann. Das soll den Normverbrauch auf 6,8 Liter Superkraftstoff drücken. Natürlich wird daraus nichts, wenn der Fahrer die 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h oder die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h austestet.

Der A7 kann bei Sicherheits- und Komfortassistenten auch alles, was der A8 anbietet Quelle: Audi
Audi A7

Das viertürige Schrägheck kann in puncto Sicherheits- und Komfortassistenten alles, was auch der "große Bruder" A8 anbietet

Später werden Turbo-Triebwerke mit zwei, drei und vier Litern Hubraum hinzukommen, die vom Vier- bis zum Achtzylinder und zwischen 220 und 650 PS die Klientel vom gelassenen Cruiser bis zum Motorsport-Freund bedienen. Auch eine Plug-In-Hybridversion ist wahrscheinlich.

Innen unterscheidet sich der A7 ebenfalls klar vom Oberklasse-Bruder A8. Das Armaturenbrett ist leicht zum Fahrer geneigt und stärker segmentiert. Außerdem verjüngt sich das tiefschwarze Element mit dem bündig eingelassenen 10,1-Zoll-Display nach rechts. Das betont die Fahrerposition auch optisch.

Unter der schönen Gestalt steckt aber das neue Bedienkonzept, das Audi mit dem A8 eingeführt hat: Zwei Touchscreens übereinander ersetzen dabei den bisherigen Drehdrücksteller. Tasten und Schalter sind bis auf Warnblinkanlage und Einparkhilfe ausgemerzt, dafür kann das Display mit klarer Rückmeldung durch Vibration und Ton gedrückt werden.

Auf dem oberen Display (optional bis zu 12,3 Zoll groß) läuft das Infotainment, darunter auf 8,6-Zoll die Klimaanlage, Texteingabe und die Komforteinstellungen. Es reicht aber auch ein gesprochenes “Mir ist kalt”, um die Temperatur langsam anzuheben. Per Head-up-Display lässt sich das Informations-Paket auch auf die Windschutzscheibe bringen.

Klar: Der A7 kann bei Sicherheits- und Komfortassistenten auch alles, was der A8 anbietet - also so ziemlich das Maximum des derzeit Möglichen und Erlaubten.  Bis zu fünf Radarsensoren, fünf Kameras, zwölf Ultraschallsensoren und der Laserscanner checken kreuz und quer den Verkehr, warnen oder greifen sanft bis nachdrücklich ein.

Alles in Allem 39 Fahrerassistenzsysteme kann der Kunde in Form von drei Paketen erwerben. Autonomes Parken wird im Lauf des Jahres 2018 verfügbar sein, und beim autonomen Fahren auf Level 3 - also ohne Hand am Steuer - muss der Gesetzgeber erst noch mitmachen.

Zunächst gibt es den A7 nur mit einem 340 PS starken V6-Benziner Quelle: Audi
Audi A7

Zunächst gibt es den A7 nur mit einem 340 PS starken V6-Benziner

Vielleicht wird’s ja soweit sein, wenn im kommenden Jahr auch das dritte Modell auf dieser Plattform kommt: der neue A6. Genau wie Audis 2018 anlaufendes Elektroauto soll der wichtige Mittelklassewagen rund ums bekannte Kühlergrill-Design ebenfalls ein eigenständigeres Gesicht bekommen, so Lichte.

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1 Kommentar zu "Audi A7: Fließend schön "

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  • Geschmacksverirrung, oder was? Was bitte sieht an diesem "neuen" Audi so toll aus? Grundsätzlich hat sich nichts verändert, ausser das Audi bewiesen hat, wie man hässlich noch hässlicher hinbekommt. Na bravo.

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