Audi Q7
Über Hölzchen und Stöckchen

Modemann Willy Bogner testet den schicken Audi Q7 - und prügelt ihn durch Schlaglöcher auf bayerischen Feldwegen.

Willy Bogner weiß genau, was ein richtiger Mann können muss. Er kann ein Boot und ein Flugzeug steuern, Helikopter fliegen und zudem Rollschuh laufen. Diese Maßstäbe vorausgesetzt, ist unser Tester ein Pracht-Exemplar des starken Geschlechts. Für den Mode-Unternehmer und Filmemacher sind solche Übungen nämlich kleine Fische. „Ich kann das alles“, sagt er schmunzelnd.

Die Aufgabe, die Willy Bogner heute meistern muss, hat auch etwas mit Freiheit und Abenteuer zu tun. Bogner testet den Audi Q7, ein Auto, von dem seine Macher behaupten, es vereine Funktionalität mit Luxus und Robustheit mit Eleganz. Es sei ein Fahrzeug, das den Fahrer ebenso komfortabel zur Arbeit befördere wie in die Berge. Bevor er einsteigt, nimmt Stylist Bogner auf seinem Firmengelände im Münchener Stadtteil Trudering den Q7 erst einmal ins Visier. Was er sieht, gefällt ihm. „Es ist eine Kunst, ein so relativ großes Auto so schlank erscheinen zu lassen“, sagt er.

In der Tat: Mit einem Gewicht von knapp 2,2 Tonnen und einer Länge von 5,08 Metern fällt es dem Q7 schwer, sich auf der Straße zu verstecken. Das kann durchaus Vorteile haben, aber auch Nachteile. Die treten dann auf, wenn das Groß-Schiff von Audi in einer deutschen Standardgarage seinen Platz finden soll. Der Q7 ist 1,98 Meter breit. „Da ist es wichtig, die passende Garage zu haben“, lacht Bogner und dreht den Zündschlüssel herum.

Der 3-Liter-Turbodiesel brummelt los. Langsam und ohne Hast bewegen wir uns aus dem Nordwesten der Metropole in Richtung Niederbayern, einem Jagdgebiet für Städter mit Offroad-Ambitionen. „Wir nehmen die Autobahn nach Passau“, so gibt Bogner die Richtung vor. Im Innenstadt-Verkehr spürt man die pure Größe des Q7 kaum. „Man fährt mit ihm ganz locker dahin“, sagt der Weekend-Journal-Tester. Bogner hat es nicht mehr eilig. Früher war er forscher unterwegs. Und das nicht nur im Maserati, den er sich in den 60er-Jahren einmal ohne Wissen seiner Eltern zugelegt hatte. Bogner gab aber in jungen Jahren vor allem auf Skiern mächtig Gas.

Dabei war er nicht nur schnell, sondern auch erfolgreich. Als erster Deutscher gewann er die legendäre Lauberhorn-Abfahrt im schweizerischen Wengen. Bei zwei Olympischen Spielen gehörte er zur deutschen Ski-Equipe. Zahlreiche Pokale zeugen von seiner ruhmreichen Vergangenheit als Sportler. Das Renn-Gen kam Bogner auch bei seiner zweiten Leidenschaft zugute: dem Filmemachen. Auch in diesem Metier konnte Bogner seine Neigung zum Rasant-Spektakulären voll Ausleben. So zum Beispiel im James-Bond-Film „In tödlicher Mission“, bei dem er mit der Kamera vor dem Bauch durch die Bob-Bahn von St. Moritz jagte. Vor ihm das Bond-Double, der kanadische Ski-Rennläufer John Eaves, auf der Flucht vor östlichen Agenten.

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