Audi R8
Automobile Showgröße

Der Medien-Unternehmer Christoph Gottschalk testet den Audi R8. Die Kraft von 420 PS, so sein Urteil, ist genau der richtige Auftritt für eine Runde auf der Münchener Leopoldstraße. Aber auch ohne großes Auto fällt der Moderator-Bruder mittlerweile auf.

Ich hatte ein wenig Angst, dass ich ein nervöses Rennpferd als fahrbaren Untersatz bekomme. Dabei hat der Audi sehr ausgewogene Rennwageneigenschaften, wie ich nach den ersten Kilometern bemerkt habe. Der Wagen hat 420 PS – und die versteckt er nicht. Das merke ich schon beim kleinen Tritt auf das Gaspedal. Alltagstauglich ist er trotzdem. Für mich als Normalo-Autofahrer ist das besonders wichtig. Auch wenn ich ein unbekanntes Auto fahre, erwarte ich von ihm Übersichtlichkeit. Das heißt: Ich muss auf den ersten Blick wissen, welches Schalterchen wofür zuständig ist. Beim R8 ist das kein Problem. Hier habe ich alles sofort im Blick.

Selbst auf der Münchener Showmeile Leopoldstraße fällt man mit dem R8 auf. Aber das will man ja auch, wenn man mit einem extravaganten Auto unterwegs ist. Dazu würde ich den R8 wegen seiner sportlichen Erscheinung auf jeden Fall zählen. Er wird goutiert, das merke ich an den Blicken der neben mir fahrenden Fahrzeuglenker. Und etwas für die Ohren hält der R8 auch parat. Sein Motor kann ganz schön fauchen. Mit diesem Auto kann man sich vor einer großen Zuschauerkulisse schön in Szene setzen.“

Auch ohne großes Auto fällt Christoph Gottschalk auf. Seit er mit seinem Bruder, dem Fernsehmoderator Thomas Gottschalk, für eine Post-Werbung vor der Kamera stand, ist sein Gesicht deutschlandweit bekannt. Im Moment ruht das Augenmerk des Unternehmers auf China. Der Miteigentümer der Münchener Medienagentur Dolce Media, die Sonderwerbeformen für Unternehmen entwickelt, vermarktet dort die Fernsehshow „Wetten, dass …?“. Gottschalk hat die China-Lizenz der Show, die sein Bruder Thomas in Deutschland moderiert, erworben und hilft den chinesischen Produzenten bei der Suche nach werbetreibenden Unternehmen und prominenten Zeitgenossen, die in der Sendung auftreten. Ein offenbar einträgliches Geschäft, wie er offen zugibt.

„Noch etwas fällt mir angenehm am Testwagen auf. Mit meinen 1,96 Meter bin ich nicht gerade ein kleiner Mensch. Trotzdem empfinde ich meine Sitzposition als hervorragend. Auch geben mir die Sitze genügend Seitenhalt. Und das alles in einem so flach geschnittenen Wagen! Pluspunkte bekommt auch das Interieur des R8. Kein nervöses Rennauto-Schnickschnack erzürnt mein Auge. Das Innenleben hinterlässt einen vornehmen und zurückhaltenden Eindruck. Offenbar verfolgt Audi eine ganz andere Philosophie als die übrigen Hersteller von PS-lastigen Karossen. Der R8 braucht sich mit diesem Auftritt nicht einmal vor einem Edel-Wagen wie dem Aston Martin zu verstecken – er hat genau das richtige Understatement.“

Mit dem R8 will Audi im Revier der hochmotorisierten Konkurrenz wildern. An Vorbildern und Inspiration mangelt es dabei nicht. Man findet sie im Hause Audi in Form des Le-Mans-Siegerautos oder dem Lamborghini Gallardo, von dessen Technik der R8 profitierte. Zu einem Highlight im zweisitzigen Mittelmotor-Coupé gehört mit Sicherheit sein V8-Antriebsaggregat mit einem Volumen von 4,2 Litern. Stilvoll verpackt in Carbonkonsolen, wird der Motor unter seiner Glashaube mit LED-Spots ins rechte Licht gerückt. Diese Präsentationstechnik hat sich Audi offenbar vom edlen Juwelier-Gewerbe abgeschaut.

Schnelligkeit und sportlicher Auftritt gehören beim R8 zusammen. Seine Leistungsdaten sprechen in dieser Hinsicht eine deutliche Sprache: Mit 430 Newtonmetern bei 6000 Umdrehungen pro Minute katapultiert der 420 PS starke Motor – er stammt übrigens aus dem RS4 – den Wagen in nur 4,6 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Audi bremst den Geschwindigkeitsrausch nicht durch einen Abregler. Folglich ist beim R8 erst bei 301 Stundenkilometern Schluss. Entsprechend hoch ist der Benzinverbrauch: Audi gibt den Mittelwert mit 14,6 Liter Super plus pro 100 Kilometer an. Einen Umweltpreis wird der R8 damit nicht einheimsen. Mit einem CO2-Ausstoß von 349 Gramm pro Kilometer Fahrstrecke ist das nicht zu schaffen.

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