Audi RS 7 Sportback
Reisen und rasen im Zeichen der Ringe

Wenn es bei Audi um Hochleistung und Spitzendynamik geht, ist das ein Fall für die Quattro GmbH. Als deren jüngstes Produkt verbindet der Audi RS 7 Sportback das Beste aus zwei Welten: Sportwagen und Reiselimousine.
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DüsseldorfLeistung lohnt sich. Zumindest für die deutschen Premium-Marken. Für Kunden, bei denen es gerne immer etwas mehr sein darf, ist bei Mercedes AMG, bei BMW die M GmbH und bei Audi die Quattro GmbH zuständig. Das jüngste Produkt der Ingolstädter zielt als RS 7 auf den solventen Geschäftsmann, der gerne auch weite Etappen selbst zurücklegt und dabei das Leistungsangebot und die fahrdynamischen Fähigkeiten eines Sportwagens genießen will.

Audi ist mit dem RS 7 "Sportback" ein wenig spät dran, denn bei Mercedes hat sich der aktuelle CLS AMG 6,3 seit Frühjahr 2011 mit bis zu 410 kW/557 PS längst etabliert. Und BMW ist bei den Limousinen mit Coupé-Form seit Juli 2012 mit dem M6 "Grand Coupé" mit 412 kW/560 PS vertreten.

Macht nichts, denn das Warten auf den Business-Jet von Audi hat sich gelohnt, denn schon beim ersten Platznehmen beginnt die Selbstverpflichtung zu strikter Objektivität des Auto-Chronisten in den Grenzbereich zu driften. Perfekter lässt es sich in einem Auto derzeit wohl nicht sitzen. Perfekt verstellbar und bei der seitlichen Abstützung des Körpers, mit weichem Leder bezogen: die vorderen Sitze sind frei von jeglichem Makel. Das Interieur, wie im bürgerlichen A 7 geschmackssicher angerichtet und in feinsten Materialien verarbeitet, verstärkt den spontanen Wohlfühlfaktor.

Der Druck auf den Startknopf erweckt einen V8-Benzindirekteinspirtzer mit doppelter Turboaufladung zum Leben. Die 412 kW/560 PS, die das Triebwerk entwickelt, verwandeln den immerhin zwei Tonnen schweren A 7 in jeder Situation zum leichtfüßigen Füllen. Die Achtgangautomatik verwaltet mustergültig jede Leistungsexplosion und verteilt sie frei von Verlusten und Schlupf an alle vier angetriebenen Räder.

Eindrucksvoll wie die Leistung ist auch die Durchzugskraft des Motors, der sein maximales Drehmoment von 700 Nm bereits bei 1.750 Umdrehungen abgibt und bis 5.500 U/min aufrecht erhält.

Der V8 markiert einen radikalen Wandel gegenüber dem aufgeladenen V10, der zwischen 2008 und 2010 im Audi RS 6 seinen Dienst verrichtet hatte. Der V10 mit fünf Litern Hubraum hatte sogar 426 kW/580 PS entwickelt.

Allerdings war der Normverbrauch mit 13,9 Litern auch wenig zukunftsträchtig. Die Senkung auf 9,8 Liter beim RS 7 ermöglichte einmal das kräftige "Downsizing", also die Verringerung des Hubraums um einen ganzen Liter und der Verzicht auf zwei Zylinder; zum anderen ein neues System, das Audi als "Cylinder on Demand" (COD) bezeichnet.

Bei mittlerer oder geringer Last legt es vier der acht Zylinder still, indem es die Ventile der entsprechenden Verbrennungseinheiten verschlossen hält. Somit bummelt der RS 7 durch den Stadt- oder Landstraßenverkehr als Vierzylinder mit entsprechend reduziertem Verbrauch.

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  • Innovation Null, schlechte Rundumsicht.

    Vorsprung durch Technik definiert sich nicht durch Rasen .

    Wo sind Elektroautos?...Fehlanzeige.


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