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Auto: BMW X6 M: Faszination der Unvernunft

Ein Preis als Klimaschützer lässt sich mit dem BMW X6 M nicht unbedingt gewinnen. Aber wer sich zur Faszination der Unvernunft bekennt, kann in dem stärksten BMW künftig ganz vorne in seiner Klasse mitfahren.

BMW X6 M Quelle: dpa
BMW hat die Unvernunft entdeckt: Am 24. Oktober lässt der X6 die Muskeln spielen und startet als PS-starkes M-Modell. (Bild: BMW) Quelle: dpa

dpa HAMBURG. Schon konventionelle Geländewagen sind in der zivilisierten Welt leidlich überflüssig. Und gewaltige Allradler mit der Kraft eines Rennautos braucht erst recht kein Mensch. Doch allen Klimasorgen und Sozialstreitigkeiten zum Trotz verkaufen sich diese hochgerüsteten Geländegiganten ausgesprochen gut. Die Mercedes-Tochter AMG profitiert davon mit dem ML 63 ebenso wie Porsche mit den Turbo-Varianten des Cayenne. Nur BMW hatte die Faszination der Unvernunft bislang nicht bedient.

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Aber damit ist jetzt Schluss: Ab dem 24. Oktober lassen auch X5 und X6 die Muskeln spielen und starten als potente M-Modelle. Damit geht die M Gmbh in vielerlei Hinsicht neue Wege. Zum ersten Mal legt sie Hand an einen Geländewagen, nie gab es vorher einen M mit Allradantrieb, und auch die beiden Turbolader unter der Haube sind eine Premiere.

555 PS machen ihn zum stärksten BMW

Anders als die Modelle der Großserie, eignen sie sich nicht nur für Allee und Ackerrand, sondern sogar für die Rennstrecke. Obwohl annähernd 2,5 Tonnen schwer und in etwa so artgerecht bewegt wie ein Sumo-Ringer beim Ballett, wedelt der X6 M überraschend flink und leichtfüßig durch die Schikanen. Das Fahrwerk ist dank weniger Bodenfreiheit, härterer Federn und Dämpfer ungeheuer straff. Die Lenkung ist wohlwollend direkt, die Bremsen von kompromisslosem Biss und die elektrischen Helfer ausreichend tolerant.

Das Dickschiff folgt daher unbeirrt dem Pace Car. Dabei hilft ihm vor allem die "Dynamic Performance Control". Sie ist das i-Tüpfelchen für den ohnehin schon variablen Allradantrieb und verteilt die Kraft zum kurvenäußeren Rad und bringt den Wagen schneller um die Ecke.

In Fahrt kommt die Fuhre mit einem 4,4 Liter großen V8, den man mit 300 kW/407 PS aus dem neuen 7er kennt. In der Sportabteilung bekommt der Benzindirekteinspritzer zwei neue Turbos mit einer ausgeklügelten Luftführung im V der beiden Zylinderbänke. Sie steigern nicht nur die Leistung auf 408 kW/555 PS und machen die ungleichen Zwillinge so zu den stärksten Serienmodellen im aktuellen BMW-Programm. Sie treiben vor allem auch die Drehmomentkurve in neue Höhen: 680 Newtonmeter kennt man sonst nur vom Diesel. Und dass diese Anzugskraft bereits bei 1 500 Touren anliegt, ist für die Benzinfraktion ebenfalls ungewöhnlich.

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