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Mercedes C-Klasse T-Modell: Ein Kombi ist wieder ein Kombi

Hamburg (dpa-infocom) - Jahrelang wurden Kombis für den Lifestyle „glattgeschliffen“: Sportlich und elegant sollten sie sein, selbst wenn dabei das Ladevolumen auf der Strecke blieb.

Hamburg (dpa-infocom) - Jahrelang wurden Kombis für den Lifestyle „glattgeschliffen“: Sportlich und elegant sollten sie sein, selbst wenn dabei das Ladevolumen auf der Strecke blieb.

Das Fassungsvermögen spielt wieder eine wichtige Rolle

Zumindest bei Mercedes ist jetzt mit der Premiere des T-Modells für die neue C-Klasse damit erst einmal Schluss. „Wer sich von den anderen abheben möchte, kauft heute einen Geländewagen oder ein Cross-Over-Konzept und nicht mehr wie früher ein T-Modell“, sagt Marc Boderke, der das Produktmanagement der C-Klasse leitet und das Platzangebot neuerdings wieder zum wichtigen Entscheidungskriterium macht. Vorbei die Zeiten, in denen solche Autos nur mit Golfbags und Sporttaschen beladen wurden, jetzt darf der Kombi wieder Kombi sein und auch mal einen Kühlschrank schlucken.

Neue Raumordnung und 1 500 Liter Platz

Wenn im Dezember das neue T-Modell an den Start geht, können sich Familienväter, Abteilungsleiter und Handlungsreisende auf einen deutlichen Raumgewinn freuen. Den verdanken sie zwar zum Teil auch den jeweils rund fünf Zentimetern mehr Radstand und Außenlänge. Doch vor allem geht er auf das Konto eines neuen Hecks, das nun beinahe wieder aufrecht im Wind steht, statt sich weit in Fahrtrichtung zu ducken. So wächst das maximale Ladevolumen um stolze zehn Prozent auf 1 500 Liter und macht die C-Klasse laut Boderke zum „größten Premium-Kombi“ in dieser Klasse. Bei fensterhoher Beladung und aufrechter Rückbank schluckt das T-Modell nun 485 Liter, was einem Plus von 15 Litern entspricht.

Sportliches Design mit großem Stern

Auch wenn der Aufbau etwas größer geworden ist, trägt die C-Klasse keinen hässlichen Rucksack. Vielmehr lassen die Designer das Heck mit einer filigranen D-Säule und ein paar markanten Sicken auf der Flanke bei aller Größe klein und zierlich wirken. Außerdem gibt es wie bei der Limousine auch beim Kombi die beiden „Gesichter“ und somit den großen „Zentralstern“ im Kühlergrill. Spätestens mit dieser „Avantgarde“-Version kommt auch die Lifestyle-Kundschaft auf ihre Kosten. Und dass hinter der großen Klappe statt vier Golftaschen auch neun Umzugskartons oder 44 Saftkisten verschwinden können, wird auch diesen Menschenschlag nicht stören.

Kombi-Aufschlag liegt bei 1 700 Euro

Zur neuen Raumordnung in der C-Klasse gibt es für den Kombi-Aufschlag von rund 1 700 Euro auch eine Reihe pfiffiger Details. So montiert Mercedes nicht nur serienmäßig die Dachreling und die Kassette mit Laderaum-Rollo und Trennnetz, sondern packt in den Wagenboden auch noch eine Klappbox für den Wochenendeinkauf. In der Seitenwand können Einkaufstaschen befestigt werden und an der Heckklappe wartet jetzt sogar ein Kleiderhaken auf nasse Sportklamotten oder das gute Sakko. Gegen Aufpreis verkauft Mercedes zudem das bereits aus der E-Klasse bekannte System zur Ladungssicherung mit Gleitschienen, Teleskopstangen und Gummigurten, ein großes Panoramadach über beiden Sitzreihen, die ausklappbare Anhängerkupplung samt einem für den Gespannbetrieb optimierten ESP und zum ersten Mal in dieser Klasse eine elektrisch bewegte Heckklappe. Aber nicht alles haben die Schwaben zu Ende gedacht: So kann man die Rückbank nun zwar sehr viel schneller und einfacher umklappen, doch einen ebenen Ladeboden gibt es nicht. Anders als bei manchen Konkurrenten lässt sich auch die Lehne des Beifahrersitzes nicht umlegen. Und eine 220 Volt-Steckdose für Laptop, Kamera oder Kinderspielzeug sucht man ebenfalls vergebens.

Acht Motoren mit mehr Leistung und weniger Verbrauch

In Fahrt gebracht wird das T-Modell wie die Limousine von zunächst fünf Benzinern und drei Dieseln mit vier oder sechs Zylindern. Sie decken ein Leistungsspektrum von 100 kW/136 PS bis 200 kW/272 PS ab und sind im Vergleich zur letzten Generation bis zu zwölf Prozent sparsamer. Dennoch haben sie zum Teil 14 Prozent mehr Kraft und unterstreichen so das sportliche Fahrverhalten, das vom Kombi-Heck völlig unbeeindruckt bleibt: Wer nur stur nach vorne schaut, kann auf der Straße den Unterschied zwischen Limousine und T-Modell kaum spüren. Nicht umsonst gibt es den Kombi Anfang 2008 sogar als C 63 AMG, den ein V8-Motor mit 336 kW/457 PS zum Eiltransporter macht.

Preise auf dem Niveau des Vorgängers

„Mit dem neuen T-Modell haben wir die Messlatte in vielen Disziplinen höher gelegt“, sagt Klaus-Peter Claar, der die Entwicklung dieser Baureihe leitet, und macht eine Einschränkung: „Außer beim Preis.“ Der beginnt künftig bei 31 713 Euro und liegt damit „auf dem Niveau des Vorgängers“.

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