Auto, Mode, Sport: Der neue Murciélago trägt Versace
Stier mit Stil

Murciélago hieß 1879 ein spanischer Kampfstier, der in der Arena 24 Schwerthiebe einstecken musste, überlebte und daraufhin begnadigt wurde. Auch Firmengründer Ferruccio Lamborghini war von Geburt (im Jahre 1916) an ein Stier.

Seine Legende: Seines Zeichens professioneller Traktor-Tüftler, fuhr Lamborghini privat Ferrari, war aber nicht zufrieden mit dem Gefährt. Also schlug er Enzo (Ferrari) eine Konstruktionsänderung vor. Die dieser jedoch mit blankem Hohn quittierte. Ferruccio solle doch gefälligst bei seinen Landmaschinen bleiben.

Das fuchste den Stier so sehr, dass er sich seine Flitzer selbst baute und nach kämpferischen Stieren benannte. Und die geben seit Anfang der 60er-Jahre Gas. Schon der erste 12-Zylinder, der 350 GTV, übertrumpfte den Rivalen Ferrari. Richtig bullig war dann der 1966 vorgestellte Miura, 385 PS stark und fast 300 km/h schnell.

Jetzt stampft der allradgetriebene Murciélago LP 640 mit den Hufen. Er ist nicht nur stark, sondern auch besonders schön, seit er auf die mythische Medusa traf, das Firmenzeichen von Versace.

Da fahren zwei Legenden aufeinander ab: Die Designer aus Mailand schneiderten dem Kraftpaket aus Sant’ Agata ein schmuckes Outfit. Mit dem war Murciélago der Star auf dem Autosalon in Paris – ganz in Weiß mit dem Göttinnen-Namen „Isis“ – und während der Mailänder Modewoche, im geheimnisvollen Schwarz, „Aldebaran“, benannt nach einer Sonne im Sternbild des Stiers.

Nicht genug, die Medusen-Modisten verpassten der Karosse auch noch schicke schwarze Felgen und eine elegante Innenausstattung aus Nappaleder, geprägt mit dem bekannten Quallenlogo.

Zum Versace-Paket, das den Grundpreis des Modells von rund 250 000 Euro leicht auf über 300 000 Euro schraubt, gehören exklusives kalbsledernes Reisegepäck für Sie und Ihn, Autofahrerschuhe und -handschuhe sowie Armbanduhren, auf Wunsch für die Fahrerin oder Beifahrerin mit Brillanten besetzt.

Wer sich nicht wie Gloria von Thurn und Taxis einen Lamborghini-Flitzer leisten kann, auch kein Offshore-Rennboot, in dem ein Herz aus dem Autohaus schlägt, der mag sich vielleicht mit einer Dampfmaschine der Nobelmarke trösten: Seit 2004 werden nämlich unter der Marke Lamborghini auch Kaffee- und Espressomaschinen verkauft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%