Auto
Neue Vehikel für die City-Mobilität

Die Innenstädte übervölkert, die Straßen viel zu eng und Verkehr nur noch gegen City-Maut - wenn Forscher die Zukunft urbaner Mobilität vorhersagen, malen sie ihre Szenarien in düsteren Farben. Auch viele Hersteller suchen nach neuen Konzepten für die City-Mobilität - und schrecken dabei auch vor ausgefallenen Konzepten nicht zurück.
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dpa/tmn FRANKFURT/MAIN/DETROIT. Weil für Autos herkömmlicher Machart in den Zukunftsentwürfen von Verkehrsplanern kaum mehr Platz ist, arbeiten die Hersteller an neuen Fahrzeugkonzepten. Sie sollen weniger Raum benötigen, ohne Schadstoffe auskommen und selbst einen Smart zum Riesen stempeln.

"Mobilität für die letzte Meile", nennt VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg den Arbeitstitel dieses Entwicklungsansatzes. Bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main im September fuhr er auf einem elektrisch angetriebenen Tretroller von der Bühne, der im Kofferraum der Studie E-Up! geladen und gelagert werden kann.

Das ist jedoch nicht das einzige Gefährt, das VW für die Wege zwischen geparktem Auto und Restaurant, Kino oder Fitness-Studio im Kopf hat: Das Concept-Team "Städtische Mikromobilität" im Designcenter Potsdam hat dafür auch ein Klapprad mit elektrischen Radnabenmotoren oder ein Elektromoped entwickelt, das sich zusammenfalten lässt und in das Heck des E-Up! passt.

In eine ähnliche Richtung geht der Puma, den General Motors im Frühjahr als Prototyp vorgestellt hat. Er bietet Platz für zwei Personen und nutzt die Steuerung von Entwicklungspartner Segway. Wie deren einachsigen Roller lenkt man den Puma mit Gewichtsverlagerung. Auch er nutzt einen Elektroantrieb, kommt auf 60 km/h und hat eine Reichweite von 56 Kilometern.

GM-Forscher Christopher Borroni-Bird sieht für den Zweisitzer noch mehr Möglichkeiten: Weil der Einachser seine Umwelt automatisch im Blick hat, könnte er auch ohne Fahrer fahren. "Wenn man am Ziel ist, rollt der Puma alleine zum Parkplatz. Und wenn man weiter will, ruft man ihn so ähnlich wie seinen Hund wieder heran."

Selbst wenn seine Visionen nicht ganz so futuristisch klingen, ist auch BMW-Chef Norbert Reithofer überzeugt, dass die zunehmende Verstädterung eine neue Generation von Fahrzeugen erforderlich macht. Dafür entwickeln die Bayern bereits ihr sogenanntes "Mega City Vehicle", das auch als "Projekt i" bekannt wurde und bis 2015 mit Elektroantrieb auf den Markt kommen soll. Viele Details dazu gibt es noch nicht, doch ein Format unterhalb des Mini und das BMW-Logo sind für den Stadtflitzer der Zukunft angeblich beschlossene Sache.

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