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Senior mit Kultstatus - Der Land Rover Defender

Der Land Rover Defender gehört zu den wenigen Autos, die selbst absolute Laien auf Anhieb erkennen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Einerseits ist die kantige Karosserie des britischen Geländewagens fast unverwechselbar.

dpa/tmn MüNCHEN. Der Land Rover Defender gehört zu den wenigen Autos, die selbst absolute Laien auf Anhieb erkennen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Einerseits ist die kantige Karosserie des britischen Geländewagens fast unverwechselbar.

Andererseits hatte das Auto mittlerweile sechs Jahrzehnte Zeit, sich in die Gedächtnisse der Menschen einzubrennen. Der lange Produktionszeitraum sollte eigentlich ausreichen, die Technik eines Fahrzeugs zu perfektionieren. Doch auch heute noch ist der Defender in der Pannenstatistik des ADAC mit verschiedenen Defekten vertreten.

Bei den registrierten Mängeln geht es nicht um die Macken historischer Defender aus den Anfängen der Produktion, sondern vor allem um aktuellere Modelle. So hat der Automobilclub aus München defekte und überhitzte Dieselmotoren registriert. Im Baujahr 1997 fielen gerissene Zahnriemen beim Diesel auf, für Diesel der Baujahre 1997 und 1998 wiederum stehen durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen. Probleme mit defekten Wegfahrsperren ziehen sich durch alle Baujahre. Im Baujahr 2000 gab es defekte Anlasser, 2001 blockierte Getriebe.

Produktionstechnisch zählt der Defender zu den absoluten Senioren der Automobilwelt: Die Einführung der ersten Serie erfolgte im Jahr 1948. Danach folgten diverse unterschiedliche Bauserien. Für Gebrauchtkäufer interessant sind derzeit vor allem Fahrzeuge der 1996 eingeführten Generation. In den Jahren 2002 und 2007 gab es Modellpflegemaßnahmen. Der Land Rover gilt bis heute als sehr taugliches Geländemobil. Im Hinblick auf Komfort, Sicherheit und Fahrverhalten auf der Straße ist er mit modernen Konstruktionen aber kaum zu vergleichen.

Über die Jahrzehnte ist der Defender in zahlreichen Modellvarianten und mit unterschiedlichen Motorisierungen angeboten worden. In den aktuelleren Modellen finden sich aber vornehmlich Diesel mit Leistungen zwischen 83 kW/113 PS und 90 kW/122 PS.

Auf dem Gebrauchtmarkt ist ein Defender in der Karosserievariante Station Wagon als Modell 90 Tdi aus dem Jahr 1996 laut Schwacke-Liste bereits zu Preisen ab knapp 4 000 Euro zu finden. Ein Defender 90 Soft Top E aus 2003 kostet etwa 12 300 Euro. Ein Defender 90 Station Wagon S Limited aus dem Jahr 2005 sollte für 17 300 Euro zu bekommen sein.

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