Auto-Technik
Motoröl-Rückstände können Partikelfilter verstopfen

Fast alle neuen Diesel-PKW werden mittlerweile mit einem Partikelfilter ausgeliefert. Die Systeme halten krebserregende Rußteilchen aus den Dieselabgasen zurück. Neben dem Ruß, der zur Regeneration des Filters regelmäßig rückstandsfrei verbrannt wird, sammeln sich im Filter aber auch andere Stoffe an, die dort zum Problem werden können:

dpa/tmn MÜNCHEN/RATINGEN. So genannte Ölasche aus verbranntem Motoröl kann die Strukturen verstopfen - mit geringerer Filterwirkung oder gar einem Funktionsausfall als möglicher Folge. Ölasche ist nach Angaben von Michael Ebert vom TÜV Süd in München eine harte, klumpenartige Substanz, die sich im Abgassystem eines Fahrzeugs an Stellen ablagert, die besonders heiß werden. Das kann zum Beispiel der Katalysator oder der Partikelfilter sein. „Wenn sich das einmal abgelagert hat, kriegt man das nicht mehr weg“, so Ebert.

Ins Abgassystem gelangen die Rückstände, weil bei jedem Motor immer auch eine bestimmte Menge Motoröl mitverbrannt wird, erklärt Volker Schittenhelm vom Verband der Motoreninstandsetzungsbetriebe (VMI) in Ratingen. Verantwortlich für die Rückstände bei der Ölverbrennung sind im Schmierstoff enthaltene Additive, erklärt Helmut Preiß vom TÜV Hessen in Darmstadt.

Die meisten Additive enthalten laut dem Mineralölhersteller Castrol in Hamburg metallorganische Verbindungen. Bei deren Verbrennung entstehen die Aschen. Additive im Öl sollen unter anderem für Korrosionsschutz sorgen, den Verschleiß herabsetzen sowie Eindickungen und Ablagerungen vorbeugen. Auf sie kann daher Castrol zufolge nicht verzichtet werden. Andererseits könnten die Rückstände bei Dieseln mit Partikelfilter zum Ausfall des Filters führen.

Gelöst werden soll das Dilemma durch den Einsatz sogenannter Low-ash-Öle. Sie enthalten laut Castrol neue, gering veraschende Additive, die zu weniger Verbrennungsrückständen führen. Solche Mineralöle kommen etwa bei Audi-Modellen zum Einsatz, die ab Werk mit einem geschlossenen Partikelfilter ausgerüstet sind. „Unter anderem wegen des Risikos der Aschebildung“, bestätigt Audi-Sprecher Udo Rügheimer in Ingolstadt. Ausgelegt sei die Füllungskapazität der Filter für Ascherückstände bei Audi auf bis zu 250 000 Kilometer.

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