Automobilforschung
Motoren schlucken bald alles

Diesel, Benzin oder Biokraftstoff aus Stroh? Diese Frage stellt sich künftig nicht mehr, denn viele Automobilhersteller bieten mittlerweile Modelle an, bei denen der Fahrer nur noch umschalten muss.

DÜSSELDORF. Bis vor wenigen Jahren war die Welt der Autos übersichtlich in zwei Fraktionen geteilt: Die einen haben Benzin getankt, die anderen Diesel. Inzwischen fließen – auf Grund der ständig steigenden Benzin- und Dieselpreise – immer mehr alternative Kraftstoffe in den Tank: Biodiesel oder Bioethanol, Erd- oder Flüssiggas.

Viele Automobilhersteller bieten dafür Modelle an, die problemlos verschiedene Kraftstoffe schlucken. Denn künftig – da sind sich Motorenexperten einig – werden Autos immer weniger mit konventionellem Benzin oder Diesel betrieben. Synthetische Biokraftstoffe der zweiten Generation, die sich derzeit noch in der Entwicklung befinden, könnten 30 Prozent der fossilen Brennstoffe ersetzen und erlauben einen geschlossenen CO2-Kreislauf.

Forscher und Ingenieure arbeiten deshalb fieberhaft an neuen Motorenkonzepten. Diese sollen mit dem neuen Hightech-Sprit, aber auch mit neuen Einspritztechniken und optimierter Turboaufladung den Otto- und Dieselmotor zu neuen Ehren verhelfen. Treiber dieser Entwicklung sind die verschärften Abgasnormen in Europa, den USA und Fernost, die Verbrauchs- und CO2-Regelungen auf freiwilliger und gesetzlicher Basis und nicht zuletzt die hohen Kraftstoffpreise.

Stichwort Kraftstoffe. Was bereits möglich ist, zeigt Volvo: Jüngst präsentierte der schwedische Autobauer ein Forschungsfahrzeug, dass mit fünf unterschiedlichen Kraftstoffen fahren kann. Neben konventionellem Benzin schluckt der Volvo V70 Multifuel auch Bioethanol, Erdgas, Biomethan oder Hythan, das aus zehn Prozent Wasserstoff und 90 Prozent Methan besteht. Zum Umschalten zwischen den Kraftstoffen betätigt der Fahrer einfach eine Taste.

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