Autotechnik
Versicherer testen Überwachung im Auto

Moderne Elektronik im Auto ist ein Segen - auf den ersten Blick jedenfalls. Da werden Unfälle durch den Schleuderschutz ESP verhindert, weist ein Navigationssystem bequem den Weg und gibt es immer neue Komfortextras.

dpa/tmn DORTMUND/STUTTGART. Und noch viel mehr wäre möglich: Versicherungen zum Beispiel könnten über die Daten Einblick in das Verhalten des Fahrers bekommen und ihre Prämien entsprechend berechnen. Das wird auch schon ausprobiert, was je nach Intention mal als kritikwürdig, mal als überlegenswerte Taktik gewertet wird.

Die Möglichkeiten, die sich Versicherern auftun, sind vielfältig. Positionen von Autos ließen sich ebenso wie gefahrene Kilometer oder das Tempo ermitteln. Wenn das auch genutzt würde, könnte das verschiedene Auswirkungen haben: Nutzt ein Autobesitzer etwa einen günstigen Tarif in Verbindung mit geringer jährlicher Kilometerleistung, könnte ihm die Versicherung auf die Füße treten, wenn die Daten besagen, dass er zu oft unterwegs war. Ähnliches könnte bei einem Tarif für Garagenparker gelten - wenn die Daten besagen, dass der Wagen eben nicht allnächtlich geschützt in der Garage stand.

Bisher befinden sich solche Vorhaben noch in der Testphase - wann sie sich flächendeckend durchsetzen, ist nicht absehbar. So soll es bei der AXA-Versicherung in Köln Pläne für den Einsatz von GPS-Boxen im Auto gegeben haben, um Bewegungen der Fahrzeuge bei Bedarf abrufen zu können - vornehmlich für Fuhrparks von Geschäftskunden gedacht. "Es hat mal eine Pilotphase gegeben. Wir haben das Projekt aber nicht weiter verfolgt", sagt AXA-Sprecherin Sabine Friedrich. Was aber nicht heißt, dass die Grundidee damit gänzlich abgelehnt ist.

Zum gleichen Konzern wie die AXA gehört die Winterthur Versicherung - und die bietet jetzt schon in der Schweiz den "Crash Recorder" an. Dieses Gerät wird als eine Art Unfalldatenschreiber angepriesen: Der Rekorder zeichnet unterwegs Fahrdaten auf, soll sie aber auch regelmäßig wieder löschen. Sinn und Zweck ist es, dass vor allem die Daten aus dem Zeitraum von 30 Sekunden vor und nach einem Crash erhalten bleiben. Laut Winterthur sollen Autofahrer damit im Fall des Falles ihre Unschuld belegen können - wer das Gerät einbaut, bekommt zudem 15 Prozent Rabatt bei der Versicherung gewährt.

Seite 1:

Versicherer testen Überwachung im Auto

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%