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A4: Mittelklasse mit Oberklasse-Gefühl

dpa-infocom HAMBURG. Deutlich in die Länge gegangen, stilistisch im Geist des A5 weiterentwickelt, mit einem neuen Fahrwerk, neuen Komfort- und Assistenzsystemen und sparsameren Motoren bestückt, aber im Preis nur marginal verändert, soll er künftig seinen direkten Konkurrenten - dem 3er BMW und der Mercedes C-Klasse - davonfahren. Für Konzernchef Rupert Stadler ist der Wagen das „Rückgrat der Marke“.

Die neue Raumordnung im Mittelfeld spürt man im A4 schon beim Einsteigen. Weil der Radstand um 17 und die Gesamtlänge um elf Zentimeter gewachsen sind, haben Insassen nun deutlich mehr Platz. Hinten reisen auch Erwachsene bequem, der Kofferraum markiert mit 480 Litern Fassungsvermögen die Spitze im Marken-Dreikampf, und vorn genießt man so viel Kopf-, Knie- und Beinfreiheit, dass man den A6 in Frage stellen kann.

Ausstattungsoptionen wie in der Oberklasse

Das gilt auch für Materialauswahl und Verarbeitungsqualität. Natürlich sind die Modelle an der Basis etwas nüchterner gestaltet. Doch bei kaum einer anderen Marke wirkt einfacher Kunststoff mit ein wenig schwarzem Lack und ein paar alufarbenen Zierleisten so vornehm wie bei Audi, nirgends sind die Fugen schmaler, und nirgends fassen sich Schalter, Hebel und Drehknöpfe besser an. Wer mehr Geld investiert und die gehobenen Modellvarianten bestellt, bekommt feine Leder, schmucke Hölzer und ein paar Ausstattungsoptionen, die in dieser Klasse bislang selten sind: So werden auf Wunsch die Sitze klimatisiert, der Schlüssel funktioniert auch aus der Jackentasche heraus, die Handbremse arbeitet elektrisch und das Navigationssystem dient als digitale Musikbox, deren Songs über eine Lautsprecheranlage der Nobel-Hifi-Marke Bang & Olufsen abgespielt werden.

Viele Funktionen, viele Schalter

Dazu gibt es neben serienmäßig sechs Airbags, ESP, Klimaautomatik und CD-Radio auf Wunsch eine Reihe von Assistenzsystemen, die bislang der Oberklasse vorbehalten waren. So hält nun auch der A4 automatisch den Abstand zum Vordermann und hilft dem Fahrer mit elektronischer Umsicht beim Halten oder beim Wechseln der Spur. Weil all diese Systeme dargestellt und bedient werden müssen, wirkt das Cockpit mittlerweile ein wenig überfrachtet. Noch immer sind Instrumente und Monitore übersichtlich angeordnet, jeder Hebel liegt gut zur Hand und das Bediensystem MMI ist mit dem großen Drehknopf und den Direktwahltasten nach wie vor selbsterklärend. Doch je mehr Funktionen zu steuern sind, desto mehr Schalter braucht es auch - kein Wunder, dass man etwa den Warnblinker erst einmal suchen muss.

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