Autotest Nissan Juke
Schluss mit der Langeweile

Das Leben ist zu kurz für Kleinwagen, die dem Mainstream folgen. So ähnlich muss das Motto der Entwickler bei Nissan geheißen haben, als der Juke erdacht wurde. Denn das Auto ist ungewöhnlich. Das hat allerdings auch seinen Preis.
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dpa-infocom BERLIN. Vernunftbetonte Autos wie den Note oder den Micra hat Nissan bereits im Angebot. Der Juke dagegen soll als eine Kombination aus Gelände- und Sportwagen Lebenslust verkörpern. Hoch sind aber die Preise: Gibt es einen Micra schon ab 11 220 Euro, fallen für einen Juke mindestens 16 990 Euro an.



Crossover aus SUV und Sportwagen



Der Juke ist nach dem selben Muster gestrickt wie sein großer Bruder Qashqai in der Golf-Klasse. Um gegen die Platzhirsche eine Chance zu haben, suchen die Japaner nach einer neuen Nische und kreuzen dafür verschiedene Fahrzeuggattungen. Kommen beim Qashqai Eigenschaften von Kombi, Van und Geländewagen durch, haben die Entwickler mit dem Juke ein betont sportliches SUV auf die Räder gestellt. Unterhalb der Gürtellinie wirkt der Wagen mit weit ausgestellten Kotflügeln und betonten Stoßfängern bullig und robust. Doch die scharf geschwungene Dachlinie ließe ihn beinahe als Coupé durchgehen.

Den sportlichen Zuschnitt unterstreichen die technischen Daten: Der stärkste Motor ist ein 1,6 Liter großer Benzin-Direkteinspritzer mit Turbolader, der 140 kW/190 PS leistet. Tempo 100 kann in 8,0 Sekunden erreicht werden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 215 km/h angegeben. Wer den optionalen Allradantrieb ordert, kommt bei schneller Kurvenfahrt in den Genuss einer aktiven Drehmomentverteilung an der Hinterachse. Ganz neu ist das Nissan Dynamic Control System, mit dem man auf Knopfdruck die Servo-Unterstützung der Lenkung, das Ansprechverhalten und das Drehzahlniveau des Motors beeinflussen kann.

Verzicht auf Spritspar-Optionen

Der große Benziner mit Allradantrieb ist mit 25 620 Euro aber recht teuer und verbraucht zudem vergleichsweise üppige 7,6 Liter. Günstigere Alternative ist der Diesel für 18 890 Euro. Der 1,5-Liter-Motor, bekannt unter anderem aus dem Renault Clio, arbeitet auch im Juke leise und laufruhig. Die Daten werden mit 81 kW/110 PS angegeben. Wer den hoch gesetzten Schaltknauf geschickt durch die sechs Gänge führt, kommt überraschend flott in Fahrt - selbst wenn ein Sprintwert von 11,2 Sekunden auf dem Papier kein Herzrasen verursacht und ein Spitzentempo von 175 km/h nur gehobener Durchschnitt ist.

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