Autotest
Renault Grand Scénic: Fairer Freund der Familie

Ein Blick in die Statistik sagt oft mehr als tausend Worte: Während die Deutschen bisweilen Angst vor dem Aussterben haben, sind die Franzosen bei der Geburtenrate spitze. Das geht auch am Fuhrpark nicht spurlos vorbei. Nirgendwo in Europa gibt es so viele Großraumlimousinen wie in Frankreich, und keine andere Autonation bietet Familienvätern ein derart breites Angebot.
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dpa-infocom HAMBURG. Nicht umsonst rühmt sich Renault gleich doppelt als Erfinder der Raumfahrt auf Rädern. Erst hat die Marke mit dem Espace die Idee vom großen Van aus den USA importiert und sie dann mit dem Scénic auf ein vernünftiges Maß gestutzt. Jetzt führen die Franzosen beide Autos wieder zusammen und schicken als Kompromiss einen komplett neuen Grand Scénic ins Rennen. Größer als der Vorgänger, optisch eigenständig und innen viel vornehmer, soll er seinen Anteil in der Modellfamilie auf die Hälfte steigern. Dabei hilft auch der Preis: Er wurde um etwa zehn Prozent gesenkt und beginnt nun bei 20 200 Euro.

Auch die Neuauflage glänzt mit einem Sitzkonzept, das so variabel ist wie ein Schweizer Taschenmesser. Schieben, klappen, falten: Mit wenigen Handgriffen findet man einen Kompromiss zwischen der Zahl der Sitzplätze, der Beinfreiheit und dem Ladevolumen. Entweder thront man selbst in der zweiten Reihe noch wie in einer Oberklasse-Limousine oder man stapelt hinten mehr als in vielen Transportern. Nicht umsonst fasst der Scénic über zwei Kubikmeter - ein Dutzend Ablagen mit zusammen noch einmal 90 Litern Stauvolumen nicht mitgerechnet.

Wenig Beinfreiheit in der dritten Reihe

Serienmäßig gibt es den Grand Scénic dabei als Fünfsitzer mit drei getrennt verschiebbaren Sesseln im Fond. Für 700 Euro Aufpreis liefern die Franzosen auch zwei weitere Sessel, die man mit einem Handgriff aus dem Kofferraumboden zieht. Während man in den ersten beiden Reihen bei 2,77 Metern Radstand und einer um sieben Zentimeter auf 4,56 Meter gestreckten Länge allen Platz der Welt hat, geht es auf diesen Sitzen eng zu. Für eine Urlaubsfahrt taugen sie nicht.

Renault hat allerdings nicht nur an den Proportionen, sondern auch am Prestige gearbeitet. Außen trägt der Grand Scénic deshalb ein elegantes Blechkleid mit großen Scheinwerfern, Heckleuchten in der Form eines Bumerangs und kräftig ausgestellten Kotflügeln. Und innen gibt es zumindest für die gehobenen Varianten ein Wohlfühl-Ambiente mit viel Lack, feinem Leder und jeder Menge Licht, das durch ein großes Panoramadach fällt. Außerdem bekommen alle Scénic-Modelle ein neues Cockpit mit einem TFT-Bildschirm, über den mitten im Armaturenbrett alle wichtigen Anzeigen bis hin zu Tempo und Drehzahl flimmern.

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