Autotest Saab 9-5 2.8T V6 Aero
Schöner Schwede mit ungewisser Zukunft

Seine Erbanlagen sind gut. Doch der aktuelle Saab 9-5 hätte bessere Startbedingungen verdient gehabt. Fahreindrücke einer echten Alternative - des wohl letzten echten Saabs.
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DüsseldorfDer neue 9-5 stand bereits kurz vor der Serienreife als die amerikanische Mutter General Motors ihre schwedische Tochter Saab sterben lassen wollte - so wie es nun wohl tatsächlich kommt. Die Zukunft des Unternehmens stand von Anfang an in Frage. Keine guten Voraussetzungen für einen glücklichen Start des Saab 9-5. An seinen Erbanlagen liegt es jedenfalls nicht, dass sein Schicksal ungewiss ist: Die äußeren wie inneren Werte stimmen.

Immer wieder zieht die seltene Limousine die Blicke bei unseren Fahrten auf sich. Saab ist es mit dem 9-5 kongenial gelungen, das traditionelle Design in eine moderne Form zu übertragen und ein optisch deutlich aus der Masse herausragendes Auto zu schaffen. Herausgekommen ist eine automobile Schönheit, die klassische Eleganz in aktuellem Gewand zeigt. Rundungen bestimmen das Bild.

Selbst die Windschutzscheibe schlägt nach an den oberen Ecken einen schwungvollen Bogen. Die ästhetischen Anleihen an den Flugzeugbau der Schweden sind unverkennbar. Der Aufbau verjüngt sich nach hinten, ohne dass die coupéartig abfallende Dachlinie mit breit auslaufender C-Säule zu Lasten des Fonds geht. Die fließende Form kennt in der Seitenansicht keine Brüche, alles wirkt wie aus einem Guss.

Auch innen zeigt der schöne Schwede höchste Individualität. Das klar gegliederte Cockpit ist fahrerzentriert und verzichtet auf unnötige Schnörkelei. Ungewöhnlich ist die von Querstreben durchzogene und klassisch anmutende Armaturenbrettverkleidung, in die sich völlig nahtlos die Lüftungsgitter einfügen, die über Joytsick-artige Versteller verfügen. Zwar erweckt auch Saab seinen 9-5 inzwischen per Startknopf zum Leben, doch der findet sich dort, wo bei der Marke in der Vergangenheit gewöhnlich der Zündschlüssel zu finden war – im Mitteltunnel zwischen den beiden Vordersitzen. Eine weitere Besonderheit ist der im Informationsdisplay zusätzlich abrufbare zweite Tachometer. Er zeigt die Geschwindigkeit in Form eines Flugzeuginstrumentes an.

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Schöner Schwede mit ungewisser Zukunft

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Entspannung am Night Panel

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