Bauartbedingt ist der Stauraum knapp - Die zweitürige Schräghecklimousine begeisterte auch die Deutschen
Fiat 600 – eine italienische Erfolgsgeschichte

1955 – die Bundesrepublik wird Nato-Mitglied, Winston Churchill tritt als britischer Premier zurück, das erste Atom U-Boot Nautilus läuft vom Stapel, 82 Zuschauer sterben bei einem Rennunfall in Le Mans und Catarina Valente steht mit „Ganz Paris träumt von der Liebe“ an der Spitze der deutschen Charts.

HB DÜSSELDORF. Im gleichen Jahr wird auf dem Genfer Automobilsalon der Fiat 600 vorgestellt. Das neue Modell feiert in den Messehallen am Lac Leman eine vielbeachtete Weltpremiere und ist die Attraktion – für Fachjournalisten und Besucher.

Der 3,21 Meter kurze Fiat 600 ist dank neuer Antriebstechnik ein echter Viersitzer – bei fast identischen Abmessungen wie der legendäre Zweisitzer „Topolino“ (Fiat 500 C). Als erster superkompakter Fiat gibt er dem Heckmotor gegenüber dem bis zu diesem Zeitpunkt vorne eingebauten Aggregat den Vorzug. Der hinter der Hinterachse angeordnete wassergekühlte Reihenvierzylinder hat einen Hubraum von 633 Kubikzentimetern und mobilisiert 19 PS bei 4600 Umdrehungen der Kurbelwelle pro Minute.

» Bilder vom Fiat 600

Der vollgetankt 585 Kilogramm schwere Fiat 600 erreicht die respektable Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h, Tempo 80 wird aus dem Stand nach 27 Sekunden erreicht. Fahrwerte, die dem kleinen Italiener zusammen mit einem Viergang-Getriebe (1. Gang unsynchronisiert) eine damals flotte Gangart garantieren. Grund zur Freude gibt auch der bescheidene Verbrauch von 5,7 Litern pro 100 Kilometern. Der 27-Liter-Tank unter der Fronthaube erlaubt so auch längere Fahrten ohne Tankstopp.

Der erste Fiat 600 begeistert die Italiener auch durch sein pfiffiges und ansprechendes Design. Ebenso durch seine Fahreigenschaften (selbsttragende Karosserie mit Einzelradaufhängung vorn und hinten) und sein für die Kleinwagenklasse nicht selbstverständlichen Komfort. Schiebefenster in den hinten angeschlagenen Türen, Ablagekästen an der Türinnenseite und Stauraum unter der Fronthaube sowie hinter der Rücksitzlehne für das Gepäck sind weitere Kennzeichen des Erfolgsmodells.

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