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Beim Passat können Limousinenfans sparen

Neun Jahre sind auch für Autos eine lange Zeit - trotzdem konnte die gerade abgelöste Generation des VW Passat sich über die vielen Jahre auf vorderen Rängen der Zulassungsstatistik behaupten.

dpa/gms STUTTGART. Neun Jahre sind auch für Autos eine lange Zeit - trotzdem konnte die gerade abgelöste Generation des VW Passat sich über die vielen Jahre auf vorderen Rängen der Zulassungsstatistik behaupten.

Daran hatte allerdings nicht in erster Linie die Basisversion des Mittelklasse-Modells mit dem traditionellen Stufenheck den größten Anteil. Vielmehr ist der Passat vor allem als Kombi begehrt - was sich laut der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart auch bei den Gebrauchtpreisen bemerkbar macht.

Auf den Markt kam die Passatgeneration vom Typ drei B im Jahr 1996. Zu den Vorzügen gehört das ordentliche Platzangebot im Innenraum. Die Fahreigenschaften gelten als sicher, der Komfort als gut. Der Kombi erschien erst 1997 in der neuen Form. Eine größere Änderung gab es während der langen Bauzeit nur einmal: Im Jahr 2000 erhielt der Passat im Rahmen eines Facelifts neben diversen kleineren Überarbeitung vor allem eine bulligere Frontpartie.

Die Dekra rät Gebrauchtkäufern, bei der Überprüfung des gewünschten Autos auch einen Blick in das Checkheft zu werfen. Dort ist neben der Einhaltung der regulären Inspektionstermine auch zu sehen, ob der Zahnriemen des Motor gewechselt wurde. Steht ein solcher Wechsel bevor, bedeutet dies zusätzliche Kosten. Aufgeschoben werden sollte die Reparatur nicht: Ein reißender Zahnriemen kann einen kapitalen Motorschaden zur Folge haben.

Auf der Motorenseite wird der Passat vor allem mit den TDI genannten Direkteinspritzer-Dieselaggregaten verbunden. Sie stehen für wenig Verbrauch und werden mit Leistungen zwischen 66 kW/90 PS und bis zu 132 kW/180 PS in den letzten Modelljahren angeboten. Bei den Benzinern reicht die Palette von 74 kW/100 PS bis zu 202 kW/275 PS im seltenen Achtzylinder-Modell.

Zu den typischen Mängeln des Passat zählen Probleme an der Vorderachse durch ausgeschlagen Achslenker. Häufiger treten auch Mängel an der Beleuchtung auf, bei älteren Modellen werden zudem schadhafte Bremsleitungen festgestellt. Insgesamt schaffen laut Dekra knapp 80 Prozent der bis zu dreijährigen Passat die erste Hauptuntersuchung ohne Mängel, bei den sechs bis sieben Jahre alten Fahrzeugen sind es rund 52 Prozent.

Die Preise für Gebrauchtfahrzeuge beginnen laut Schwacke-Liste bei etwa 4 400 Euro für einen Benziner mit 74 kW/100 PS aus dem Jahr 1996. Für eine Limousine mit dem 1,6-Liter-Basis-Benziner nach dem Facelift im Jahr 2000 sind etwa 8 800 Euro anzulegen, der entsprechende Kombi Variant kostet dagegen gut 10 000 Euro. Wird ein Kombi aus dem Jahr 2000 von einem mit 74 kW/100 PS etwa gleichstarken Diesel angetrieben, sind sogar 11 300 Euro zu zahlen.

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