Bentley Continental GT3-R
Der könnte Rooooobert gefallen

Wer Bentley fährt, muss nicht zwangsläufig britisch distinguiert wirken. Es gibt die Edel-Sportwagen auch mit Spoiler am Heck. Als mindestens 282.000 Euro teuren GT3-R aber nur in limitierter Auflage.
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Es ist schon ein paar Jahre her, dass Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer dem Image der Marke eine Generalüberholung verordnet hat. Das klassische Dunkelgrün sollte ausgetrieben werden, die Zwangsassoziation mit Kiesauffahrten und Jagdschlössern verschwinden. Elitär, bitte – aber auf viel modernere Art und Weise.

Es ist nicht so, dass die Farbe Grün verschwunden wäre. Doch beim neuen Continental GT3-R dient sie – in einer etwas giftigeren Mischung als üblich – als Akzentstreifen an der Außenhaut und im Interieur. Das 282.625 Euro teure und 426 kW / 580 PS starke Coupé versteht sich als Straßenversion der jüngst aufgelegten Rennwagen auf Basis des Continental. Da versteht sich von selbst, dass man dem jungen Aristokraten etwas ungezwungenere Umgangsformen zugesteht.

Dazu zählt schon der optische Auftritt des Spitzensportlers. Dürheimers Wunsch an die Mannschaft: Das Flair des Rennwagens möglichst ungefiltert auf die straßentaugliche Kleinserie zu übertragen.

Verantwortlich für die Umsetzung war Exterieur-Designchef David Hilton; er leitet heute das Designbüro Motorcity Europe in Köln. Unter seiner Ägide entstand ein Fahrzeug, das schon im Stillstand Respekt erheischt – nicht zuletzt mit gewaltigen 21-Zoll-Felgen auf Pirelli-275/35er-Reifen, aber auch mit zusätzlichen Luftauslässen, einem Diffusor und einem voluminösen Heckflügel aus Kohlefaser-Verbundstoff.

So richtig beginnt die Show, wenn der kompakte, von der markeneigenen Motorsport-Abteilung einzeln aufgebaute 4,0-Liter-V8-Biturbo mit einem Schrei zum Leben erwacht. Dann emittiert die Titan-Auspuffanlage einen grollenden Bass, der sich über das Drehzahlband hinweg in einen Bariton von metallischer Härte verwandelt.

Andere Verkehrsteilnehmer haben praktisch keine Chance, mitzuhalten – und das schließt seine Schwestermodelle ein, denn mit seiner kurzen Achse beschleunigt der GT3-R nochmals vehementer.

So ist der Spurt auf 100 km/h in nicht einmal vier Sekunden erledigt. Oben heraus ist allerdings schon bei 273 km/h Schluss – Kehrseite der aggressiven Übersetzung. Die Acht-Gang-Automatik von ZF Friedrichshafen liefert übrigens nochmals kürzere Schaltzeiten.

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