Bentley Continental GTC
Wunderbar englisch

Der Continental GTC ist ein Wagen in bester Bentley-Tradition – das sieht man ihm schon von außen an. Klaus Kabelitz, Chef des Londoner Luxus-Hotels „The Berkeley“ hat das elegante Gefährt getestet. Sein Urteil: Britischer kann ein Auto nicht sein.

Obwohl er deutlich kleiner ist als der Arnage oder der Brooklands, hat der Continental GTC genau die gleichen Vorzüge. Um es auf den Punkt zu bringen: Er ist jetzt schon ein cooler Klassiker und ein äußerst elegantes Auto. Im Gegensatz zu den größeren Bentley-Modellen muss man den Continental GTC aber selbst fahren. Um sich chauffieren zu lassen, ist er einfach zu klein.

Der GTC verfügt über dieses angenehme Understatement, das alle Bentleys auszeichnet. Trotzdem ist er ein Wagen, mit dem man auch auffallen kann, wenn man will – dazu braucht man nur das Verdeck zu öffnen. Im Frühjahr haben wir für unser Hotel einen Bentley Continental Flying Spur gekauft, die viertürige Limousine, die deutlich größer ist als der GTC. Unsere Gäste können ihn mieten, zum Beispiel um damit nach Southampton zur „Queen Mary 2“ zu fahren. Vor allem Gäste, die vom europäischen Kontinent oder aus Amerika kommen, lieben den Flying Spur, weil er eine zeitgemäße Reinkarnation des Klassischen ist.

Und der Wagen versprüht eine Menge englischen Charme, den die Gäste von uns erwarten. Wenn sie in London sind, wollen sie bei besonderen Anlässen nicht mit einem ausländischen Auto fahren. Wir haben zwar auch eine Mercedes S-Klasse, doch die setzen wir hauptsächlich für Routine-Fahrten ein.“

Der Continental GTC ist das Kompakt-Cabrio von Bentley. Sein großer Cabrio-Bruder Azure bietet den Insassen deutlich mehr Platz und stellt die klassische Bentley-Karosserie-Form zur Schau. Zwar sieht man auch dem GTC den Stall an, aus dem er stammt. Trotzdem haben sich die Designer sichtbar darum bemüht, ihn jugendlicher und spritziger zu machen. Bentley hat mit dem GTC im vergangenen Jahr seine Continental-Reihe komplettiert.

Der GTC ist ein Kraftpaket: Der 12-Zylinder-Motor mit Doppel-Turbolader und 560 PS beschleunigt den Wagen in 5,1 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Auf der Autobahn ist erst bei 312 Sachen Schluss. Luxuriös ist allerdings auch der Spritverbrauch: Bentley gibt ihn mit 17,1 Litern pro hundert Kilometer an.

„Wenn man nicht gerade in einem GTC sitzt, macht das Autofahren in London keinen großen Spaß. Nicht einmal die Innenstadt-Maut Congestion Charge hat an dem ständigen Stau etwas ändern können. Das ist auch heute nicht anders: Die Straßen in Westminster und am Themse-Ufer sind alle verstopft, auch ohne Feierabendverkehr. Wenn ich Zeit habe, spare ich mir diesen Stress und gehe zu Fuß. Vom Hotel in Knightsbridge brauche ich eine Dreiviertelstunde nach Battersea, wo ich wohne – bei gutem Wetter eine schöne Entspannung.

Ich lebe inzwischen seit 26 Jahren in England. Und ich weiß, dass ein Bentley für viele Engländer ein ganz besonderer Wagen ist. Die Marke gilt hier als äußerst gediegen und als Ausweis des guten Geschmacks. Während sich Neureiche und Zugereiste schon immer gern einen Rolls Royce gekauft haben, fahren Engländer mit Stil lieber einen Bentley. Das beste Beispiel ist Prinz Charles.

Ein allzu pompöser Auftritt ist hierzulande eben verpönt. So lasst sich die Queen auch nicht von einer großen Eskorte begleiten, wenn sie durch London fährt, sondern nur von zwei Zivil-Fahrzeugen der Polizei. Das habe ich schon mehrfach gesehen, wenn sie im Berkeley zum Dinner war. Meist übrigens im Jaguar.“

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