BMW 2002er
Der diskrete Charme des M

Das „M“steht bei BMW für eine ganz spezielle Art der Diskretion: und zwar für die des automobilen Hochleistungssports. Die hat Tradition bei den Münchener Autobauern schon seit Ende der 20er-Jahre.

DÜSSELDORF. Das war der Zeitpunkt, als die Bayern in Eisenach die Dixi-Fahrzeugfabrik übernahmen und fortan neben Motorrädern auch Autos bauten. Mit dem Dixi, Nachbau des Austin Seven, der dann BMW 3/15 getauft wurde und gerade einmal 15 PS vorweisen konnte, löste die Firma bei Alpen-Rennen gehörig Aufsehen aus. Als Cabrio kam der Wagen 1929 heraus, er war sozusagen das erste 3er-Cabrio.

Auf professionelle Füße wurde der Sport aber erstmals 1972 gestellt, als die Motorsport GmbH gegründet wurde. Das neue Unternehmen unterstand der Regie von Rennleiter Jochen Neerpasch. Ziel war es damals, einen straßentauglichen Rennwagen zu bauen. Unter anderem mit Hans-Joachim Stuck und Björn Waldegaard heuerte Neerpasch talentierte Fahrer für sein Team an.

Für die Rallye-Einsätze nahm sich die Motorsport-Crew einen der schon 1973 legendären BMW 2002 vor. Aus dem Standard-2002er zauberten die Ingenieure einen Vierventil-Zylinder, dessen Motor eine Leistung von 240 PS auf die Straße brachte, und das bei einem Gewicht von 950 Kilogramm.

Der Leichtbauweise hielt man bei der Motorsport-GmbH weiter die Treue. 1973 kam mit dem 3.0 CSL ein völlig neues Tourenwagen-Coupé auf den Markt. Die Buchstaben CS hatte man vom serienmäßigen Basismodell entliehen, das L stand schlicht für Leichtbauweise. Knapp 1100 Kilogramm wog das Coupé, dessen Türen und Hauben aus Aluminium gefertigt sind. Das Fünfgang-Getriebe hat ein Magnesium-Gehäuse.

Einzigartiges steckt aber unter der Haube: Der 3340 Kubikzentimeter große Reihen-Sechszylinder hat zwölf Ventile und 360 PS. Mit Ronnie Peterson am Steuer brachte es dann 1976 ein 3.2-CLS-Biturbo-Motor sogar auf 750 PS – und die waren sogar noch gedrosselt.

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