BMW CS-Reihe
BMW CS-Reihe: Für die Freunde der Schönheit

Seien wir ehrlich: Der klassische Coupé-Käufer ist ein Suchender, der sich letztendlich immer für die Schönheit entscheiden wird. Wie anders ist es auch zu erklären, dass er sich für ein Auto entscheidet, dem die Tücken des Alltags gleichgültig sind? Praktisch will es nicht sein, dafür einfach nur schön.

Blick zurück in die beschwingten 60er-Jahre: Beim Osnabrücker Autobauer Karmann läuft 1965 der erste BMW 2000 CS vom Band. 120 PS brachte der 4-Zylinder des kleinen Coupés auf die Räder.

Zu Klassikern avancierten die bis 1975 produzierten Modelle 2800 CS und 3.0 CS. Mit 170 beziehungsweise 180 PS erreichten die beiden Sportcoupés Spitzengeschwindigkeiten von deutlich über 200 Stundenkilometern. Das erste 6er-Coupé erblickte 1976 das Licht der Welt. Diese E24-Reihe, so die interne Firmenbezeichnung, nahm in weiten Teilen das äußere Erscheinungsbild der 1977 vorgestellten 7er-Reihe vorweg.

Mit der Einführung der neuen Modelle hielt auch das fahrerbezogene Cockpit Einzug. Das von dem damaligen Chefdesigner Paul Braque entwickelte Armaturenbrett sollte 25 Jahre lang aus keinem BMW wegzudenken sein. Nur der sportliche M1 war hiervon ausgenommen. Die Karosserie des 6er-Coupés wurde zu Beginn der Produktion von Karmann gefertigt. Angeblich wegen schwankender Qualitäten wurde die Fertigung des 6er wieder ins eigene Haus geholt. Als Antriebsaggregate kamen durchweg 6-Zylinder-Reihenmotoren zum Einsatz, deren Leistung zwischen 183 bis 285 PS betrug. Noch leistungsstärkere Modelle der Coupés boten die Tuner Alpina, Hartge und Schnitzler Motorsport an.

Knapp 86 000 Stück verkaufte BMW von seinen Sportcoupés bis zur Einstellung der E24-Reihe im Jahre 1989. Als Erbe des 6er-Coupés trat bei BMW nach 1989 die 8er-Reihe, interne Modellbezeichnung E31, auf den Plan. Das 8er-Coupé war eine Nummer größer und auch eine Nummer teurer als der 6er.

Als Hauptgegner des 8er-Coupés hatte BMW den Mercedes SL ins Visier genommen. Was verwunderte, handelte es sich beim SL um einen Roadster mit abnehmbarem Hardtop. Den 8er gab es dagegen nur als klassisches Coupé. Zu Beginn der 8er-Produktion kam er nur als 850i mit dem aus dem 750i bekannten 12-Zylinder-Motor mit 300 PS. Mit der Spitzenmotorisierung von 380 PS lief ab 1992 der 850 CSI vom Band. Aber im Gegensatz zum Vorgängermodell war dem 8er-Coupé kein Erfolg beschieden. Mit 30 000 verkauften Exemplaren blieb er beim Produktions-Ende 1999 weit hinter den gehegten Erwartungen zurück.

Als Ursachen für den Misserfolg wurden unter anderem die futuristische Optik (umklappbare Scheinwerfer), die nicht gelungene Kombination aus Sportlichkeit und Komfort, aber vor allem das mit über zwei Tonnen enorme Gewicht ausgemacht, das sich negativ auf die Fahrleistungen auswirkte.

Nach der Einstellung der 8er-Reihe dauerte es bis 2003, als BMW mit der Modellreihe E36 das 6er-Coupé wieder auferstehen ließ. Das Top-Modell dieser Baureihe ist der M6. Seine 507 PS beschleunigen den Wagen auf 305 Stundenkilometer. Kostenpunkt für den Fahrspaß: fast 110 000 Euro. Der Preis wird einen echten Fan nicht schocken, kann er doch schon beim Kauf beweisen, zu welchen finanziellen Leistungen er fähig ist.

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