BMW X1 sDrive 18d im Test Jede Menge Talente

Das SUVs nicht zwingend Allradantrieb brauchen, hat sich auch bei den Premiumanbietern herumgesprochen. Der X1 von BMW benötigt nicht einmal mehr Heckantrieb und macht seine Sache trotzdem gut.
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Der X1 verfügt in den Basisversionen über Frontantrieb.  Quelle: BMW
Der X1 verfügt in den Basisversionen über Frontantrieb.

Unser Testauto steht ab 32.900 Euro in der Preisliste. Dazu kommen 2.100 Euro für die Achtgang-Automatik.

Der seit Herbst 2015 in der zweiten Generation erhältliche BMW X1 hat mit seinem Vorgänger außer der Typenbezeichnung nicht mehr viel gemeinsam. Sie baut nun auf dem 2er Active Tourer auf, zuvor war der Münchener ein Ableger des 3er Touring. Was hat sich noch geändert? Wir baten den X1 als sDrive 18d zum Alltagstest.

Der Begriff sDrive lässt schon ahnen: Der X1 verfügt in den Basisversionen wie dem 18d aufgrund der 2er Active-Plattform - Achtung ganz böses Wort für eingefleischte BMW-Fans – über Frontantrieb. Da immer mehr Kunden einen SUV nicht unbedingt als Allradler ordern wollen, bringt diese Option zusätzliche Käufer. Gut für den Flottenverbrauch sind die frontgetriebenen Varianten sowieso.

Das neue Modell ist um rund 1,5 Zentimeter kürzer geworden und streckt sich nun auf eine Länge von 4,44 Metern. Trotz der geschrumpften Abmessungen generiert es aber nun deutlich mehr Platz für die Insassen als zu vor. Das Schöne: Nicht nur die Frontpassagiere können sich gut entfalten, auch die Fondnutzer freuen sich über reichlich Bewegungsoptionen. Wer die verschiebbare Rückbank ordert (Aufpreis: 300 Euro) kann zudem zugunsten von mehr von Knie- oder Gepäckraum hin- und herwechseln.

Zum SUV gestaucht
BMW X1
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Äußerlich passt sich der neue X1 fugenlos in den aktuellen Stil der Marke ein. War der erste X1 noch irgendwo zwischen Kombi und SUV angesiedelt, schlägt sich die Neuauflage nun auf die zweite Seite. Daran hat vor allem das deutliche Höhenwachstum um fünf Zentimeter auf 1,61 Meter seinen Anteil. Die Länge schrumpfte gleichzeitig um rund vier Zentimeter auf 4,44 Meter, was für klassentypischere Proportionen sorgt.

Kompakt-SUV startet im Oktober
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Anders als der Vorgänger übernimmt der neue X1 diesmal nicht die Technik vom 1er, sondern bedient sich wie schon der 2er Active Tourer der neuen Frontantriebsplattform der Marke. Die Markteinführung ist für Oktober geplant, zuvor gibt es die offizielle Premiere auf der IAA in Frankfurt (19. bis 27. September).

Der Kofferraum ist stark gewachsen
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Der Kofferraum ist stark gewachsen

Zum Start gibt es zwei Benziner
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Bei den Motoren verzichtet der X1 anders als der 2er Active Tourer zunächst auf Dreizylindermotoren, setzt stattdessen auf die neue Generation von Vierzylinder-Triebwerken mit zwei Litern Hubraum. Zum Start gibt es zwei Benziner mit 141 kW/192 PS (20i) und 170 kW/231 PS (25i), beide in Kombination mit Allradantrieb.

Manuelles Sechsganggetriebe oder Achtgangautomatik
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Bei den Dieseln beginnt das Angebot mit dem über die Vorderräder angetriebenen 18d, der es auf 110 kW/150 PS bringt und als sparsamste Variante lediglich 4,1 Liter Kraftstoff verbrauchen soll. Darüber rangieren die Allradmodelle 20d und 25d mit 140 kW/190 PS beziehungsweise 170 kW/231 PS. Für die Kraftübertragung sorgen manuellen Sechsganggetrieben oder eine Achtgangautomatik.

Das Cockpit wirkt wertiger als zuletzt
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Serienmäßig kommt der X1 mit Klimaanlage, Audiosystem und i-Drive-Bedientechnik zum Kunden. Gegen Aufpreis gibt es unter anderem das bereits aus anderen Modellen der Marke bekannte Head-up-Display, LED-Scheinwerfer und zahlreiche Assistenten. Darunter einen Tempomat mit Staufunktion und ein Notbremssystem für den Stadtverkehr.

Abschied vom klassischen Hinterradantrieb
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Der neue X1 ist nach 2er Active Tourer und 2er Gran Tourer bereits das dritte BMW-Modell auf der neuen Frontantriebs-Plattform. Die sogenannte UKL-Architektur wird darüber hinaus von der Schwestermarke Mini genutzt. Auch die für 2017 erwartete Neuauflage des BMW 1er wird sich vom klassischen Hinterradantrieb verabschieden.

Überhaupt zeigte sich der X1 von seinen besten Ladetalenten. Schon im Normalfall fasst das Gepäckteil gute 500 Liter, das sind mehr als beim VW Tiguan (470 Liter) oder Audi Q3 (460 Liter), klappt man die Rücksitzlehnen um, steigert sich der Wert auf stolze 1.550 Liter. Damit übertrifft er noch das Ladevolumen des längeren 3er-Tourings (495 – 1-500 Liter).

Auch das eigentliche Sitzen ermöglicht der neue X1 gut. Die Sitzflächen der Vorderstühle können mittlerweile ausgezogen werden, das entspannt die Beinmuskulatur großer Fahrer und Beifahrer. Das Interieur ist ansonsten so wie man es von BMW-Modellen kennt.

Die Bedienfunktionen werden über den großen zentralen Steuerknopf angewählt. Navigation und Anbindung des Smartphones ans Bordsystem funktionieren einfach. Auf jeden Fall schön und praktisch ist das Head-up-Display, das beim X1 die fahrerrelevanten Daten auf die Windschutzscheibe spiegelt.

Das neue Modell ist um rund 1,5 Zentimeter kürzer geworden und streckt sich nun auf eine Länge von 4,44 Metern.  Quelle: BMW
Das neue Modell ist um rund 1,5 Zentimeter kürzer geworden

Es streckt sich nun auf eine Länge von 4,44 Metern

Der kleine Diesel, zurzeit noch der Einstiegs-Selbstzünder im X1-Portfolio, leistet 110 kW/150 PS und passt in Verbindung mit der Achtgang-Automatik gut zu dem Kompakt-SUV. 330 Nm sorgen für ordentliche Durchzugskraft. Das Triebwerk hat keine Probleme, das gut 1,5 Tonnen schwere Fahrzeug auf Touren zu bringen.

Bei Bedarf und im Sportmodus gibt es den Dynamiker, dann reagiert das Fahrwerk aber auch „sportlich“ und lässt die Insassen an jeder Fahrbahnunebenheit recht ungefiltert teilhaben. Dann doch lieber die Comfort-Einstellung gewählt und den X1 artgerecht als hoch aufbauendes SUV durch die Kurven gefahren.

Je nach Verkehrslage kann man auch ruhig den Eco-Modus aktivieren. Er ist ideal, um im dichten Berufsverkehr entspannt zu cruisen und so den Verbrauch zu reduzieren. Auf der Autobahn unter Volllast fließen rund 8 Liter durch die Leitungen, mit sensiblen Gasfuß näherten wir uns einer niedrigen 6. Im Schnitt flossen 7,1 Liter durch die Leitungen, der Normwert von 4,5 Litern wurde also deutlich verfehlt.

Das Interieur ist so wie man es von BMW-Modellen kennt. Die Bedienfunktionen werden über den großen zentralen Steuerknopf angewählt.  Quelle: BMW
Das Interieur ist so wie man es von BMW-Modellen kennt.

Die Bedienfunktionen werden über den großen zentralen Steuerknopf angewählt.

Unser Testauto steht ab 32.900 Euro in der Preisliste. Dazu kommen 2.100 Euro für die Achtgang-Automatik. Natürlich ermöglicht ein X1 auch neben höheren Ausstattungsvarianten noch weitere Individualisierung. Hier ein Häkchen, dort ein Häkchen und schwups kostet das SUV über 40.000 Euro. Wer übrigens doch lieber eine Allradversion bevorzugt, muss beim 18d 2.000 Euro zuzahlen.

Ach ja: Es gibt noch einen Unterschied zur ersten Generation: Der Neue sieht gut aus. Wo der Vorgänger irgendwie immer an einen hochgebockten Kombi erinnerte, spielt das aktuelle Modell die klassischen Designvorgaben dieser beliebten Gattung aus und steht jetzt richtig satt auf der Straße. An Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht.

Schon im Normalfall fasst das Gepäckteil gute 500 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigert sich der Wert auf stolze 1.550 Liter.  Quelle: BMW
Schon im Normalfall fasst das Gepäckteil gute 500 Liter

Klappt man die Rücksitzlehnen um, steigert sich der Wert auf stolze 1.550 Liter

BMW X1 sDrive 18d – Technische Daten: Länge: 4,44 Meter, Breite: 1,82 Meter (mit Außenspiegeln 2,06 Meter), Höhe: 1,61 Meter, Radstand: 2,67 Meter, Kofferraumvolumen: 505 - 1.550 Liter. Motor: 2,0-Liter-Diesel, Frontantrieb, Achtgangautomatik, 110 kW/150 PS, maximales Drehmoment: 330 Nm bei 1.750 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 9,2 Sek., Vmax: 205 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,5 Liter, CO2-Ausstoß: 119 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A, Testverbrauch: 7,1 Liter, Preis: ab 35.000 Euro.
Kurzcharakteristik:
Warum: weil er jetzt viel Platz hat
Warum nicht: vielleicht doch lieber mit Allrad?
Was sonst: Audi Q3, VW Tiguan, Kia Sportage, Hyundai Tucson, Mercedes GLA, Ford Kuga

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