Butterweiche Siebengang-Automatik
R-Klasse: Reizvolle Alternative

Rennfahrer Hans-Joachim Stuck testete die neue R-Klasse von Mercedes: Das Crossover vereint die Vorteile eines Geländewagens mit dem Komfort einer Reiselimousine und der Großzügigkeit eines Vans.

Ich gebe es zu, ich bin ein Fan von geländegängigen Fahrzeugen moderner Bauart, den Sport-Utility-Autos (SUV). Als Besitzer eines Hauses in den Alpen schätze ich die Fahrsicherheit, die ein permanenter Allradantrieb nicht nur auf verschneiten Waldwegen bietet. Und die erhöhte Sitzposition schafft Übersicht und senkt nebenbei auch die Aggressivität. Kurz: Ich fahre mit einem SUV viel entspannter.

Die neue R-Klasse von Mercedes, die ich in der Variante R350 testen konnte, ist eine interessante Alternative. Das Crossover vereint die Vorteile eines Geländewagens mit dem Komfort einer Reiselimousine und der Großzügigkeit eines Vans. Da kann man schwach werden, zumal das Auto in einer hinreißenden Optik daherkommt. Die gepfeilte, stark abfallende Motorhaube mit Anleihen bei der Formel 1 und die elegante Seitenlinie machen das Auto zu einem echten Blickfang.

Trotz einer Länge von 4,92 Metern ist die R-Klasse ein überaus agiles Reisemobil, wie ich auf einer Testfahrt über 500 Kilometer feststellen konnte. Meine Frau auf dem Beifahrersitz bekam davon allerdings nur einen Teil mit: Schon nach wenigen Kilometern war sie eingenickt - so gemütlich sitzt man in der R-Klasse. Ich hatte für die Fahrwerksabstimmung die Variante Komfort gewählt, die das Auto dank einer luftgefederten Hinterachse in eine Sänfte verwandelt. Alternativ lässt sich auf Knopfdruck das Fahrwerk sportlich einstellen. Die Karosserie wankt dann weniger, das Auto wird spürbar agiler, das Fahrwerk aber auch leicht stuckrig. Ich war deshalb die meiste Zeit in der Einstellung Komfort unterwegs.

Dazu passt gut der 272 PS starke Sechszylinder-Benziner im R350, der sehr laufruhig, aber auch sehr drehfreudig ist. Ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern erlaubt Sprints aus dem Stand heraus auf 100 Stundenkilometer in 8,3 Sekunden. Bei einem Leergewicht von fast 2,2 Tonnen ist das schon ein sportlicher Wert. Die serienmäßige Siebengang-Automatik, die in amerikanischer Manier über einen Wählhebel am Lenkrad bedient wird, schaltet butterweich. Wer es dynamischer will, kann die Gangstufen über Tasten an der Lenkrad-Rückseite auch direkt wählen.

Für mich ist das Fahren das Wichtigste. Und das geht mit der R-Klasse dank des serienmäßigen Vierradantriebs sowie einer präzisen Lenkung und fein dosierbarer Bremsen sehr gut. So gut, dass ich richtig erschrak, als der Wagen bei Tempo 210 wegen der Winterreifen plötzlich abregelte. Das war vielleicht auch ganz gut. Sonst wäre der Benzinverbrauch noch weiter gestiegen. Ich kam auf einen Durchschnittsverbrauch von 17,5 Litern, was nicht gerade wenig ist.

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