Captiva als Gebrauchter
Stattlicher Chevy auf schwachen Beinen

Wer ein großes Auto mit sieben Sitzen braucht, muss auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt relativ viel Geld investieren. Recht preiswert zu bekommen ist jedoch ein Chevrolet Captiva. Allerdings hat das auch seine Gründe.

Als Mitte der Nuller-Jahre klar war, dass der SUV-Boom so schnell nicht abflacht, brachten viele Hersteller überstürzt ein entsprechendes Modell auf den Markt. Chevrolet kramte dafür in seiner koreanischen Produktpalette und fand dort den vor allem für Asien entwickelten Captiva (2006 bis heute).

Doch das massige Mittelklasse-SUV traf, genau wie sein technisch identisches Schwestermodell Opel Antara, nie so recht den Geschmack der deutschen Käufer. Als Gebrauchter kann der US-Asiate daher nun mit kleinen Preisen punkten. Ähnlich niedrig ist allerdings auch das Qualitätsniveau.

Karosserie und Innenraum: Mit einer Länge von knapp 4,67 Metern zählt der Captiva zur SUV-Mittelklasse. Von den großzügigen Außenabmessungen profitieren indes nur Fahrer und Beifahrer sowie die Gepäckstücke. Denn auf der Fondbank geht es enger zu als in so manchem Kompakt-SUV, weil die Entwickler diese weit vorne positionierten, um dahinter Platz für die optionale dritte Sitzreihe zu schaffen.

Die zwei so entstandenen Plätze bleiben trotzdem eher Notsitze, die man Erwachsenen auf längeren Strecken nicht zumuten will. Der Innenraum ist eher einfach gestaltet und mit preiswerten Materialien ausgestattet. Auch der Fahrer blickt von seinem hohen Sitz auf eine eher triste Plastiklandschaft. Zumindest gibt die Bedienung im Cockpit keine Rätsel auf.

Motoren: Bei einem Leergewicht von knapp zwei Tonnen drängt sich ein Dieselmotor für den Captiva fast auf. Am häufigsten auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden ist die 2,0-Liter-Version mit 110 kW/150 PS, die Chevrolet für den europäischen Markt beim italienischen Entwickler VM Motori eingekauft hat.

Kräftiger und deutlich sparsamer ist jedoch der Anfang 2011 eingeführte 2,2-Liter-Selbstzünder mit 120 kW/163 PS beziehungsweise 135 kW/184 PS. Letzterer ist standardmäßig mit einem Allradantrieb kombiniert, der bei fehlender Traktion automatisch einen Teil der Motorkraft an die Hinterachse leitet. Per Knopfdruck lässt sich die Verteilung auch im Verhältnis 50:50 sperren. Für den 2,0-Liter-Diesel gibt es die 4WD-Technik gegen Aufpreis.

Nach ähnlichem Muster verfährt Chevrolet auch bei den Benzinern. Dort treiben die beiden V6-Motoren (3,0 und 3,2 Liter, 190 kW/258 PS und 169 kW/230 PS) immer auch die Hinterräder an. Beim 2,4-Liter-Einstiegstriebwerk (100 kW/136 PS und 123 kW/167 PS) ist das nur auf Bestellung so.

Prinzipiell sind die Ottomotoren zwar ausreichend durchzugsstark, aber nicht besonders temperamentvoll und schon gar nicht sparsam. Attraktiv werden sie jedoch in den teils ab Werk angebotenen Autogasversionen; hier fällt ihr Durst aufgrund des niedrigen Kraftstoffpreises nicht so stark ins Gewicht.

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