Citroën DS5
„Göttin“ mit Diesel-Hybrid

Nach DS3 und DS4 kommt jetzt folgerichtig der DS5. Er ist zwar nicht das erste Auto mit dem Kürzel DS in den letzten Jahren, aber mit dem außergewöhnlichen Karosserie-Konzept kommt er der „Göttin“ wohl am nächsten.
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NizzaGinge alles nach "Schema F", müsste der DS5 eigentlich als veredeltes Derivat der Mittelklasse-Limousine C5 erkennbar sein. Doch das ist nicht der Fall, er ist ein eigenständiger Fünftürer mit dem Auftritt eines Kombi-Coupés. Für ein Crossover-SUV, wie etwa der Peugeot 3008 der PSA-Schwestermarke, fehlen ihm Höhe und Bodenfreiheit. Die Ehre der ersten Serienausgabe eines Diesel-Hybrids musste Citroën jedoch den Kollegen von Peugeot überlassen, dessen Plattform der DS5 nutzt.

Dieses Konzept der beiden Motoren, die keine mechanische Verbindung miteinander haben, sorgt für zwei nicht zu verachtende Vorteile: Einerseits reduziert es den Verbrauch – zumindest auf dem Prüfstand nach europäischem Testfahrzyklus. Ob die Kunden in der Praxis die Wirkung des zusätzlichen Elektroantriebs nutzen können, ist eine Frage der Übung. Andererseits bringt die zusätzlich angetriebene Achse Traktionsvorteile und mehr Sicherheit auf rutschiger Fahrbahn.

Zwar ist der DS5 alles andere als Retro, doch die Buchstabenkombination DS hat für frankophile Autonarren eine historische Dimension. Für sie ist "die" DS als Auto ("la voiture") in der französischen Sprache weiblich und beim Sprechen wird daraus "Déesse", die Göttin. Diese Assoziation wurde Teil eines Mythos, der das legendäre DS-Modell bis heute begleitet. Damit ein wenig göttlicher Glanz auf die Zweckmobile heutiger Zeit abfallen möge, hat Citroën das alte Modellkürzel wieder belebt. Der DS5 soll sich durch eigenständiges Design, ungewöhnliche Ausstattungsdetails, mehr Exklusivität und Chic auszeichnen. Beim DS5 ist dieses Konzept am nachhaltigsten umgesetzt, denn es gibt keine optische Verwandtschaft zur Limousine C5. Kunden mit Hang zum Unkonventionellen und mit Premium-Anspruch sollen sich vom DS5 angesprochen fühlen.

Zwei Benzinmotoren, zwei Diesel sowie die Hybrid-Variante stehen als Antriebsoptionen zur Verfügung. Die Ottomotoren haben wahlweise 156 oder 200 PS. Mit 112 oder 163 PS warten die Selbstzünder auf. Der zwei Liter große Diesel-Vierzylinder im Hybrid4-Modell wird von einem 37 PS leistenden Synchron-Elektromotor unterstützt. Bei den Benzinern ist die Getriebevariante an die Leistungsstufe gekoppelt. Den schwächeren Motor kann man nur mit 6-Gang-Automatik bekommen, der stärkere wird mit einer 6-Gang-Handschaltung ausgeliefert.

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