Citroën E-Méhari
Stromer in Sommerlaune

Genau wie das seinerzeit von der „Ente“ abgeleitete Original ist auch Citroens neuer Méhari von einfachster Machart. Und genau dieses Prinzip dürfte bei dem Strandauto den größten Spaß bereiten.

Jetzt reitet auch Citroën auf der Retro-Welle und bringt nach fast 50 Jahren das Strandauto Mehari zurück. Aber die Franzosen den Blick in die Zukunft gerichtet und deshalb einen Elektro-Antrieb eingebaut. Der treibt den Preis zwar auf 27.000 Euro plus monatlich 87 Euro für die Miete der Akkus. Doch wird der E-Méhari so zu einem der ganz wenigen Elektroautos, die auch diesseits von Tesla & Co Spaß machen können.

Das liegt vor allem an seinem lebensfrohen Auftritt: Das Design der Kunststoff-Karosse ist zum Kuscheln, der Lackfächer im Prospekt erinnert an die Kühltheke einer Eisdiele und sobald man sich in die poppig bedruckten Kunststoffsessel schwingt, fühlt man sich wie im Urlaub in Südfrankreich. So leicht und luftig wie der E-Méhari fühlt sich kaum ein anderes Cabrio an.

Dank des Elektroantriebs hört man nichts anderes als das Pfeifen des Windes und das Rauschen der Wellen. Und dass auch bei Vollgas nicht mehr als 110 km/h drin sind, tut der Freude zumindest keinen Abbruch. Schließlich stürmt es im E-Méhari schon am Ortsausgang so heftig, wie bei anderen Cabrios auf der Autobahn.

Genau wie das seinerzeit von der Ente abgeleitete Original ist auch der E-Méhari von einfachster Machart. Mit der Materialanmutung ist es nicht sonderlich weit her, elektrische Helfer oder gar Assistenzsysteme sucht man vergebens. Selbst Ablagen sind Mangelware.

Viel mehr Ausstattung als eine City-Taste für eine besonders leichtgängige Lenkung, eine Klimaanlage, eine Freisprecheinrichtung, ABS und ESP bietet der Strandfloh auch nicht. Sogar den Airbag haben die Franzosen weggelassen. Doch dafür ist der Wagen so robust, dass man ihn einfach mit dem Gartenschlauch reinigen kann. Und zwar nicht nur außen, sondern außen wie innen.

Eine gewisse Widerstandskraft kann auch den Insassen nicht schaden. Solange die Sonne heiß vom Himmel brennt, mag man die Offenheit des Charmeurs genießen. Wenn die Temperatur fällt, wird es im Wagen empfindlich kalt. Und falls es zu Regnen beginnt, fühlt man sich im Mehari wie ein Camper.

Denn wo andere Cabriofahrer nur auf einen Knopf drücken müssen, um das Verdeck aufzustellen, fängt man bei dem Citroen an, Steckscheiben einzubauen, Plastikfolien mit Reißverschlüssen zu schließen und Rolldächer abzuwickeln.

Das kostet Zeit - und bisweilen auch mal einen Fingernagel. Außerdem fasst der Kofferraum zwar 100 Liter in einem versteckten Fach und 200 auf der offenen Pritsche. Doch wenn man das gesamte Verdeck sicherheitshalber mitnehmen möchte, wird der Mehari zum Zweisitzer.

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