Citroën im Test
C6 Exclusive 3.0 V6: Rückkehr zu alter Größe

Hamburg (dpa-infocom) - Eingeschworene Citroën-Fans fiebern seit vielen Jahren einem Nachfolger der „Göttin“ DS entgegen. Die Hoffnung keimte 1999, als die Studie C6 Lignage vorgestellt wurde. Doch erst jetzt, Anfang 2006, erlebt das Serienmodell seine Markteinführung.

Obwohl sich der C6 auf den DS beruft, sind die stilistischen Anleihen zumeist beim CX zu finden. Die lange Motorhaube, die in weitem Bogen abfallende Dachlinie und das kurze Heck mit großer, nach innen gewölbter Scheibe dürfte CX-Schwärmer begeistern. Großzügig präsentiert sich der Innenraum. Die Ledersitzen sind bequem und bieten guten Seitenhalt. Standesgemäß aufgehübscht wurde das Interieur mit Applikationen aus Chrom und Holz. Unkonventionell und damit typisch für einen Citroën ist das kleine rechteckige Farbdisplay hinterm Lenkrad. Die km/h-Zahl wird elegant in die Windschutzscheibe projiziert.

Viel Platz im Fond, wenig im Kofferraum

Auf der Rückbank bietet der C6 trotz seines nach hinten abfallenden Dachs für Große ausreichend Kopf- und zudem viel Kniefreiheit. 421 Liter Kofferraum sind für eine 4,90 Meter lange Limousine kein sonderlich guter Wert. Immerhin ist die Rückbank im Verhältnis 60 zu 40 umlegbar und ermöglicht so den Transport auch größerer Gegenstände. Das Fahrwerk ist traditionell komfortabel ausgelegt. Lange Wellen werden kaum spürbar weggeschluckt.

Jedoch bekommt das Fahrwerk bei kurz aufeinander folgenden Unebenheiten etwas Probleme. Zum ansonsten sehr komfortablen Gleiten passt auch die leichtgängige, jedoch etwas indirekt wirkende Lenkung. Damit bietet der C6 Exclusive genau jenes Fahrerlebnis, für das DS und CX so legendär waren. Wer hingegen die derzeit bei vielen Autofahrern beliebten dynamischen Talente sucht, wird von dem Fahrverhalten des großen Franzosen nur mäßig begeistert sein. Per Knopfdruck kann man in den Sportmodus wechseln, der mit verhärtender Lenkung und einer sportlicheren Dämpfer-Kennung mehr Agilität bieten soll. Dennoch kann der sanft untersteuernde C6 auch hier nicht mit athletischen Talenten beeindrucken.

Kultivierte Sechszylinder

Auch der Dreiliter-V6-Benziner ist kein Wunder in Sachen Vortrieb. Die immerhin 211 PS brauchen in Kombination mit der sanft schaltenden Sechsgang-Automatik glatt zehn Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Dieser nicht sonderlich beeindrucken Performance steht ein zu hoher Verbrauch gegenüber: Laut Citroën liegt der Durchschnittsverbrauch bei 11,2 Litern pro 100 Kilometer. Im Stadtverkehr wächst dieser auf 16,3 Liter an. Wer sparsamer und zugleich flotter unterwegs sein will, sollte den 2,7- Liter-V6-Diesel ordern.

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