Dekra Gebrauchtwagen-Einschätzung
Der Peugeot 206 macht es dem Nachfolger schwer

dpa/gms STUTTGART. Der Peugeot 206 hatte ein schweres Erbe anzutreten: Sein Vorgänger 205 galt als eines der erfolgreichsten Modelle des französischen Herstellers mit dem Löwen im Markenzeichen. Doch der 206 zeigte schnell, dass er an diese Erfolge anknüpfen konnte.

Er übertrumpfte den 205 in den Statistiken: Der Kleinwagen wurde auch in Deutschland mehrfach zum meistverkauften Importmodell, und zwar nicht nur in seiner Klasse. Selbst nach Erscheinen des Nachfolgers 207 gehört der 206 nicht zum alten Eisen, sondern wird sogar noch weiter gebaut. Beim Kauf eines gebrauchten 206ers kann jedoch laut der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart das Baujahr entscheidend sein.

Prinzipiell ist der Peugeot 206 ein moderner Kleinwagen, der neu ebenso wie gebraucht auch bezahlbar ist. Doch so sehr sich die Autos über die gesamte Bauzeit äußerlich ähneln, so unterschiedlich sieht es in Hinblick auf mögliche Mängel aus. Der entscheidende Zeitpunkt ist dabei nach Angaben der Dekra das Jahr 2003. Hier wurden bei der Qualität merkliche Fortschritte gemacht: Fallen im Rahmen der Hauptuntersuchung die bis zu diesem Zeitpunkt gebauten Autos mit einer Quote von 8,9 Prozent bei den erheblichen Mängeln auf, reduziert sich die Zahl danach auf etwa die Hälfte. Bei älteren Fahrzeugen mit hohen Laufleistungen werden außerdem teilweise Klappergeräusche moniert. Rost ist beim 206 bisher kein Thema.

Auf dem Markt eingeführt wurde der Peugeot 206 im Jahr 1998. Zunächst war er ausschließlich als Zwei- und Viertürer erhältlich. Erst 2002 erschien dann der 206 SW: Dabei handelt es sich um einen Kombi - eine im Bereich Kleinwagen eher unübliche Modellvariante. Das Jahr 2003 brachte dann Fortschritt nicht nur in der Qualität. Mit einem Facelift wurde auch die Optik überarbeitet. Die Markteinführung des Nachfolgers 207 stand 2006 an, trotzdem wurden einige 206-Modelle noch weiter gebaut.

Beim Motorenangebot für den 206 herrscht Vielfalt: Einen typischen Kleinwagen-Benziner mit 44 kW/60 PS gibt es ebenso wie ein Sportmodell mit 130 kW/177 PS. Auf der Dieselseite reicht die Bandbreite von 50 kW/68 PS bis hin zu 80 kW/109 PS - ab dem Jahr 2004 fanden sich auch Modelle mit Partikelfilter im Programm.

Die Preise für einen gebrauchten Peugeot 206 beginnen bei etwa 3 400 Euro - dafür gibt es laut Schwacke-Liste einen 206 60 Special aus dem Jahr 1998. Für ein Modell 206 135 S 16 aus dem Jahr 2000 sind rund 8 000 Euro einzuplanen. Ein 2004 gebauter Kombi 206 SW HDi 90 Grand Filou Cool mit Dieselmotor dürfte etwa 10 400 Euro kosten.

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