Test + Technik

_

Dekra Gebrauchtwagencheck: Versteckte Mängel beim Fiat Punto

Fiat Punto Quelle: dpa
Der 1999 eingeführte Fiat Punto bekam 2003 ein Facelift. (Bild: Fiat/dpa/gms) Quelle: dpa

dpa/gms STUTTGART. Mit dem Namen Fiat verbinden viele in erster Linie kompakte Autos. Während man mit größeren Modellen nie wirklich Glück hatte, konnten die Kleinwagen der italienischen Marke in der Regel Erfolge einfahren. Das gilt auch für den Punto.

Anzeige

Doch lange neigten Fiat-Modelle zu Rostfraß. Solche Probleme sind aber laut der Sachverständigenorganisation Dekra in Stuttgart beim Kauf eines gebrauchten Punto nicht zu erwarten, vielmehr steckt der Mängel-Teufel hier im Detail.

So fallen nach Dekra-Angaben bei den Hauptuntersuchungen und im Alltagsbetrieb oft kleine Defekte auf. Zum Beispiel neige der Punto zu Ölverlust, häufig werden auch Mängel an der Beleuchtung beanstandet. Rost sei beim Punto nur an den Auspuffanlagen ein Thema. Laut Dekra funktionieren zudem die Kontrollleuchten nicht immer einwandfrei. Sie signalisieren durch Aufleuchten schon mal Fehler, wenn alles in Ordnung ist. Bei leistungsstärkeren Ausführungen wird außerdem erhöhter Verschleiß im Bereich der Kupplung festgestellt.

Aktuell auf dem Gebrauchtmarkt breit vertreten ist die 1999 eingeführte Generation des Punto. Der Wagen bietet laut Dekra bei kompakten Außenabmessungen ein gutes Raumangebot und ist außerdem beim Fahren recht übersichtlich. Das Fahrverhalten gilt als gut und sicher. Im Jahr 2003 bekam der Punto ein Facelift, auch das Fahrwerk wurde überarbeitet. Trotz der Einführung des Grande Punto Ende 2005 bleibt der Punto selbst weiter im Programm.

Die angebotene Motoren genügen den Anforderungen an einen Kleinwagen, es werden aber auch Versionen mit recht hoher Leistung angeboten. Die Basis bildet ein 1,2-Liter-Benziner mit 44 kW/60 PS. Im Normalfall bilden 70 kW/95 PS die Obergrenze - eher selten sind die sportlichen Versionen mit immerhin 96 kW/131 PS. Bei den Dieseln reicht die Bandbreite von 51 kW/70 PS bis 74 kW/100 PS.

Für den Kauf eines gebrauchten Punto der intern 188 genannten Baureihe müssen mindestens rund 3 500 Euro eingeplant werden. Dafür gibt es laut Schwacke-Liste einen Punto 1.2 aus dem Jahr 1999. Der leistungsstarke 1.8 16V Abarth aus dem Jahr 2002 wird mit 7 900 Euro gehandelt, ein Punto 1.9 JTD Multijet Emotion aus dem Jahr 2003 kostet etwa 10 600 Euro.

  • Die aktuellen Top-Themen
VW Golf R im Handelsblatt-Test: Es geht auch ohne Anabolika

Es geht auch ohne Anabolika

Sportwagen in der Kompaktklasse, das heißt oft: Spoiler, schräg sitzende Kappe, Wummerbässe, Spiegelbrille. Dass es auch anders geht, beweist der stärkste und schnellste Golf. Das Understatement hat aber seinen Preis.

Testwagen VW Golf R im Detail: Vier gewinnt

Vier gewinnt

Der stärkste und schnellste Golf im VW-Stall verbindet Alltag und Sport auf beeindruckende Art. Doch es bedarf schon einiger Promille Benzin im Blut, um ihn zu kaufen. Denn der R ist auch der teuerste Golf. Die Details.

Neuer Chrysler-Rückruf: Brandgefährliche Jeeps

Brandgefährliche Jeeps

Ein defektes Teil kann zu Benzinüberhitzung und damit zu Feuergefahr führen: Nun muss der amerikanische Autohersteller Chrylser erneut einen Massenrückruf starten.