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Ikone mit Problemen: Die E-Klasse von Mercedes

dpa/tmn MÜNCHEN. Kaum ein Auto hat über viele Jahre einen so guten Ruf genossen wie die E-Klasse von Mercedes: Die ursprünglich mittlere Baureihe des Stuttgarter Herstellers stand für beste Verarbeitung, hohe Qualität und uneingeschränkte Langläufer-Qualitäten.

Mit der Einführung der neuen Modellgeneration der E-Klasse nach der Jahrtausendwende allerdings bekam der gute Ruf erste Risse. Nach Angaben des Adac in München traten speziell in der Anfangszeit massive Probleme auf, die niemand von einem Auto dieser Klasse erwartet hätte.

Die auch in den Pannenstatistiken festgehaltenen Mängel der E-Klasse betreffen laut dem Adac vor allem Dinge im Bereich der Elektronik und Elektrik. So führten besonders in den ersten Jahren die zahlreichen elektrischen Verbraucher immer wieder zu entladenen Batterien. Zudem konnten kleine Fehler dafür sorgen, dass die Elektronik in ein Notlaufprogramm für den Motor umschaltete. Bekannt geworden sind auch Fälle, in denen der Motor einfach ausgeschaltet wurde.

Eher selten waren jedoch die in die Schlagzeilen geratenen Ausfälle des elektrohydraulischen Bremssystems. Im Laufe der Zeit wurden die Mängel jedoch bei den Werkstattaufenthalten oder auch bei einer Rückrufaktion behoben. Fahrzeuge, bei denen entsprechende Maßnahmen vorgenommen wurden, gelten heute wieder als sehr zuverlässig.

Vorgestellt wurde die betreffende Generation der E-Klasse im Jahr 2002. Im Jahr 2003 folgte die Kombiversion T-Modell. 2006 erhielt die E-Klasse ein großes Facelift. Gelobt werden die Fahrzeuge allgemein für ihr ordentliches Raumangebot, eine angenehme Federung und die sicheren Fahreigenschaften. Kritik bekam die E-Klasse neben den erwähnten Mängeln auch für eine eher geringe erlaubte Zuladung.

Auf Motorenseite herrscht bei der E-Klasse Vielfalt. Außerdem kam es hier auch zu einem Wechsel beim Bauprinzip. Denn im Jahr 2005 ging eine neue Generation von V6-Motoren an den Start. Je nach Baujahr und Modell liegt die Leistung der Benziner zwischen 120 kW/163 PS und 285 kW/387 PS, eine Ausnahme bildet der besonders starke E 55 AMG mit 350 kW/476 PS. Bei den Dieseln reicht die Bandbreite von 90 kW/122 PS bis hin zu einem Achtzylindermotor und 231 kW/314 PS.

Trotz des angekratzten Images ist die E-Klasse weiter recht wertbeständig. Einen E 200 Kompressor Classic aus dem Jahr 2002 gibt es laut der Schwacke-Liste für etwa 17 600 Euro, ein Achtzylinder-Diesel E 400 CDI Avantgarde aus dem Jahr 2005 dürfte für gut 42 000 Euro zu bekommen sein. Ein Kombi E 240 T Avantgarde aus dem Jahr 2004 kostet gut 27 000 Euro.

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