Dekra: Qualität der Schwestermarken ist vergleichbar
Spanische VW-Verwandtschaft: Der Seat Arosa

dpa/gms STUTTGART. Eine gewisse Verwandtschaft zwischen den Produkten der Marken im Volkswagen-Konzern ist üblich. Da werden einzelne Bauteile, Motoren und manchmal auch die Plattform geteilt. Besonders eng war die Verwandtschaft zeitweise bei den Kleinwagen.

So lief der VW Lupo bei der spanischen Marke Seat bis auf optische Retuschen nahezu unverändert vom Band. Die unterschiedliche Beliebtheit der Marken und der Fahrzeuge sorgt heute aber dafür, dass beide Autos gebraucht zu unterschiedlichen Preisen gehandelt werden. Technisch befindet sich der Arosa jedoch laut der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart auf dem gleichen Niveau wie der Lupo.

Die gleiche Herkunft sorgt bei Arosa und Lupo laut Dekra für eine vergleichbar hohe Qualität. Daher zeigt sich auch der kleine Seat bei den Hauptuntersuchungen als recht unauffällig. Bis auf eine Ausnahme: Laut der Dekra werden bei den Fahrzeugen je nach Baujahr zwischen sieben und zehn Prozent schwere Mängel festgestellt. Diese beziehen sich jedoch nicht auf diverse Macken, sondern sind vor allem auf Probleme im Bereich der Bremsscheiben zurückzuführen. Den Angaben zufolge neigen die Bremsscheiben dazu, wellig zu werden. In der Praxis äußert sich dieser Mangel durch Rubbeln beim Bremsen.

Auf dem Markt erschien der Arosa erstmals im Jahr 1997. Im Jahr 2000 erfolgte eine Überarbeitung, die zu einer zweiten Modellgeneration führte. 2004 wurde die Produktion eingestellt. Zu den Vorzügen des Arosa zählen der Dekra zufolge die gute Qualität der Karosserie und eine ordentliche Verarbeitung. Trotz kompakter Abmessungen herrschten zumindest auf den Vordersitzen gute Platzverhältnisse. Auf der Rückbank gehe es dagegen enger zu, auch der Kofferraum sei recht knapp geschnitten.

Im Hinblick auf die Motorleistung geht es beim Seat Arosa mit einem 37 kW/50 PS starken Benziner los. Einen weiteren Benziner gab es mit 44 kW/60 PS. Ab 2001 war zudem eine sportliche Ausführung mit 74 kW/100 PS erhältlich. Die Dieselmotoren gelten als sparsam aber nicht besonders laufruhig. Sie leisten 44 kW/60 PS oder 55 kW/75 PS.

Einen Seat Arosa 1.0 MPI aus dem Jahr 1997 gibt es laut Schwacke-Liste für etwa 2 500 Euro. Für einen 1.7 SDI Stella aus 2000 sind 4 000 Euro einzuplanen. Während für einen 74 kW/100 PS starken Arosa 1.4 16V Sport aus 2004 rund 8 600 Euro zu zahlen sind, kostet ein gleich starker VW Lupo 1.4 16V GT aus diesem Baujahr rund 9 200 Euro.

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