Der Bello aus Bella Italia
Fiat Grande Punto: Kühn wie ein Mini-Maserati

Der erste Punto war ein Erfolg für Fiat. Zeitweilig mutierte der zwischen 1993 und 1999 gebaute Kleinwagen zum größten Liebling der Europäer. Mit der Neuauflage Grande Punto stellt Fiat einen besonders wohlgeformten Kompakten auf die Räder.

dpa-infocom HAMBURG. Mit aufgerissenem Maul und großen, markanten Scheinwerfern schaut er so fordernd und kühn wie ein Mini-Maserati.

Die Italiener haben sich also auf ihre Stärken und den Stardesigner Giugiaro besonnen, der dem neuen Punto viel Wertigkeit und Dynamik ins Blech schneiderte. Der neue Bello aus Bella Italia hat Gesicht und begeistert aus nahezu jedem Blickwinkel.

Deutlich gewachsen

Nicht nur das Äußere, auch der Innenraum des fünftürigen 1,4- Liter-Benziner mit 77 PS ist ein großer Schritt nach vorn. Immerhin macht der Grande Punto seinem Namen alle Ehre, denn er wuchs gegenüber dem Vorgänger um stattliche 19 Zentimeter auf 4,03 Meter Länge. Und damit ist der Italiener eben kein Kleinwagen mehr, sondern bietet vorne wie hinten viel Platz selbst für erwachsene Passagiere. Sein Gepäckabteil erreicht mit 275 bis 1 020 Litern das klassenübliche Staumaß.

Schicker Innenraum

Ein attraktiver Material- und Farbmix sorgt innen für ein modernes und ansprechendes Ambiente. Vor allem die schicken, zweifarbigen Stoffbezüge hat man in dieser Ausführung im Kleinwagen-Segment noch nicht bewundern dürfen. Die vorderen Sitze wirken auf den ersten Blick zudem gut konturiert, bieten jedoch den Oberschenkeln in schnellen Kurven nur mäßigen Seitenhalt. Dafür ist im übersichtlichen Innenraum alles am gewohnten Platz und einfach zu bedienen.

Kein Dynamiker

Im Fahrbetrieb vermittelt der Grande Punto nicht die Größe und Dynamik, die er zumindest optisch rüberbringt. Der 1,4-Liter-Benziner wirkt insgesamt etwas zugeschnürt. Mit 77 PS und 115 Newtonmetern Drehmoment kann man angesichts der 1,1 Tonnen Fahrgewicht zwar keine Wunder in Sachen Vortrieb erwarten. Doch mit etwas mehr Druck könnte es schon vorangehen. Immerhin: Jenseits von 4 500 Touren wird der Vierzylinder halbwegs munter, klingt jedoch spätestens ab 6 000 Umdrehungen recht gequält. 13,2 Sekunden vergehen beim 100-km/h- Sprint, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h. Und das ist nahezu identisch mit den Fahrleistungen gleich motorisierter Konkurrenten wie dem Renault Clio, dem Citroën C3 oder dem Seat Ibiza, die ebenfalls für den 100-km/h-Sprint zwischen 13 und 14 Sekunden benötigen.

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