Der dunkle Punkt ruht unter der Motorhaube
Citroëns DS ist die Göttin der Zeitlosigkeit

Er ist ein Traumwagen, ein Bild von einem Auto: Der legendäre Flügeltüren-SL von Mercedes. Doch sobald die Sportwagen-Ikone der fünfziger Jahre neben einer DS von Citroën platziert wird, wirkt sie vor allem alt.

dpa/gms PARIS. Obwohl beide Produkte der gleichen Zeit sind, wird der SL wohl zweifelsfrei als Klassiker identifiziert, während die keilförmigen Limousine aus Frankreich problemlos als Produkt der siebziger Jahre durchgeht.

Im Jahr 1955 auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt, fand die futuristisch anmutende DS sofort viele Bewunderer. Und diese machten aus „Desirée Speciale“ - der ursprünglichen Bedeutung der Buchstabenkombination DS - schnell ein „Déesse“, was nichts anderes bedeutet als Göttin.

Die Macher dürften sich gefreut haben. Denn ein ganzes Team hatte lange daran gearbeitet, ein Auto zu entwerfen, ohne dabei den Ballast des Zeitgeistes zu berücksichtigen. Am markantesten war die Arbeit des Designers Flaminio Bertoni, der nach den Vorgaben der Ingenieure eine Karosserieform entwarf, die sich konsequent an der Aerodynamik ausrichtete.

Dann war da noch die Hydraulik, die einerseits für ungewohnten Komfort, andererseits auch für die nötige Gewöhnung an den Umgang mit dem Auto sorgte. Im Zentrum stand dabei die so genannte hydropneumatische Aufhängung – eine Gas-Flüssigkeitsfederung ersetzte die üblichen Metallfedern und sorgte bei unterschiedlichen Belastungen für konstante Bodenfreiheit. Das ungewöhnliche System sorgte anfangs für einige Probleme und ist auch verantwortlich für das teils erschreckende Bild, das geparkte DS boten und immer noch bieten: Weil die Hydraulik den Citroën dann absinken lässt, wirken abgestellte DS, als wären sie nach langer Fahrt erschöpft zusammengebrochen.

Ganz nebenbei war der große Citroën auch noch das erste Großserienauto, das vorne mittels Scheibenbremsen verzögerte. Doch selbst das alles war den Konstrukteuren wohl noch nicht genug an Neuem. Sie bauten ihre DS nicht einfach nur aus Blech auf, sondern verwendeten in Hinblick auf geringes Gewicht neue Materialien – dazu zählen Aluminium-Legierungen ebenso wie Kunststoffe.

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