Der Feinschliff wird auf den zweiten Blick sichtbar
Beau mit Biss: Mercedes SLK 350

Er war ein Trendsetter und ist ein Bestseller. Doch auch wenn Mercedes bereits eine halbe Million Exemplare des SLK verkauft hat, können sich die Entwickler nicht zurücklehnen. Knapp vier Jahre nach dem Debüt der Neuauflage haben sie deshalb den Roadster mit dem markanten Klappdach überarbeitet und dabei vor allem die sportliche Seite des Zweisitzers betont.

dpa-infocom HAMBURG. So sind die Motoren zwar sparsamer, aber auch leistungsstärker geworden. Mit der optionalen Direktlenkung schließt der komfortable Gleiter zur bissigen Konkurrenz auf, das aufgefrischte Design lässt ihn außen sehniger und innen weniger verspielt wirken, und mit neuer Unterhaltungselektronik beginnt auch hier die Zeit des iPod.

Allerdings muss man schon zweimal hinschauen, wenn man das Neue nicht übersehen will. Zwar reklamieren die Schwaben rund 650 neu entwickelte Komponenten. Doch an der Front zum Beispiel durften die Designer mit Blick auf die Werkzeugkosten nur die Schürze und die Scheinwerfer überarbeiten. Aber schon damit haben sie den Charakter des Wagens ein wenig verändert: Der Stern wirkt nun prägnanter, die von der Formel 1 inspirierte Hakennase ist feiner herausgearbeitet und die Lufteinlässe unter dem Stoßfänger sind jetzt stärker betont. Auch hinten haben sie mit kleinen Mitteln den sportlichen Ausdruck verstärkt: Die Auspuffrohre haben eine auffälligere Zierblende, der Stoßfänge erinnert an den Diffusor eines Rennwagens und die Heckleuchten suchen die Nähe zu den AMG-Modellen.

Kurven fährt der SLK wie auf Slalom-Ski

Deutlicher wird die Modellpflege hinterm Steuer - und zwar nicht nur, weil das Drei-Speichen-Lenkrad anders geformt ist und die Instrumente jetzt mehr Tiefenwirkung haben. Sondern vor allem, weil Mercedes eine sogenannte Direktlenkung entwickelt hat, die den Zweisitzer viel handlicher macht: Rein mechanisch ändert sie die Übersetzung und wird mit zunehmendem Einschlag direkter. Auf der Autobahn ist davon nichts zu spüren. Aber in engen Serpentinen, beim Abbiegen oder Einparken kann man mit weniger Bewegung mehr Wirkung erzielen. Als wechsele man von Langlauf- auf Slalom-Ski, steigt so der Spaß auf kurvigen Landstraßen ungemein. Allerdings muss man für dieses Vergnügen rund 300 Euro Aufpreis bezahlen.

Motoren wurden stärker, aber sparsamer

Ebenfalls dem höheren Spaßfaktor dienen die bis auf den 265 kW/360 PS starken V8 im SLK 55 AMG überarbeiteten Motoren, die größtenteils mehr Leistung haben und zum Teil deutlich über zehn Prozent weniger verbrauchen. Besonders gilt das für den 3,5 Liter großen Sechszylinder im SLK 350, den Mercedes jetzt als „Sportmotor“ führt. Unter der markanten Abdeckung mit einem leuchtend roten „V“ steckt ein in vielen Details überarbeitetes Aggregat, das nun höher dreht und den Treibstoff stärker verdichtet. Damit steigt die Leistung um 24 kW/33 PS auf 224 kW/305 PS, während der Verbrauch der Automatik-Version um 1,1 auf 9,2 Liter zurückgeht. Der CO2-Ausstoß vermindert sich damit um 23 auf 219 g/km.

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