Test + Technik
Der Ford Mondeo bietet Mittelklasse mit kleinen Macken

Der Ford Mondeo ist ein typischer Vertreter der unauffälligen Mittelklasse-Autos. Seit Beginn der Neunziger im Programm, wurde er immer wieder überarbeitet und gilt als robuster Familientransporter.
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dpa/gms STUTTGART. Der Ford Mondeo ist ein typischer Vertreter der unauffälligen Mittelklasse-Autos. Seit Beginn der Neunziger im Programm, wurde er immer wieder überarbeitet und gilt als robuster Familientransporter.

Zum Angeben taugt ein Mondeo aber kaum. Obwohl Wagen der Baureihe nicht für übermäßige Probleme sorgen, rät die Sachverständigenorganisation Dekra in Stuttgart, beim Gebrauchtkauf ein Auge auf mögliche, teils schlecht erkennbare Mängel zu haben.

Die Mondeo-Urform aus dem Jahr 1993 wurde 1996 mit einem Facelift aufgewertet. Im Jahr 2000 folgte der aktuelle, kantigere Mondeo, der nach zwei Jahren ebenfalls ein Facelift erhielt. Seine angenehme Seite besteht laut Dekra in einem geräumigen Passagierabteil, gutem Fahrkomfort und einem sicheren Verhalten bei der Fahrt durch Kurven.

Angeboten wurde der Mondeo mit Stufen- oder Fließheck, besonders beliebt ist die Kombi-Version. Der Dekra zufolge bietet ein Mondeo prinzipiell viel Auto für das Geld. Allerdings zeigen sich Spuren des Alterns oft recht deutlich durch Klappergeräusche.

Die Motorenpalette ist breit gefächert: Den Einstieg bildet bei der ab 2000 gebauten Generation ein 1,8-Liter-Benziner mit 81 kW/110 PS. Weiter geht es bei den Benzinern mit 92 kW/125 PS und 107 kW/145 PS. Die Spitze ist bei drei Litern Hubraum, sechs Zylindern und 166 kW/226 PS im Sportmodell ST 220 erreicht. Die Diesel starten mit 66 kW/90 PS, aber auch 96 kW/130 PS sind möglich.

Beim Gebrauchtkauf sollte auch auf einige ungewöhnliche Mängel geachtet werden: Bei Modellen des Baujahrs 2002 lässt sich laut Dekra möglicherweise der Tempomat nicht ein- oder nicht wieder ausschalten. Ein Fehler im so genannten Giersensor kann zur Folge haben, dass das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) nicht funktioniert.

Hier gibt ein Blick auf die Kontrollleuchten Aufschluss. Außerdem neigt der Mondeo nach Dekra-Angaben zu Zahnriemenschäden. Es ist daher besser, zu überprüfen, ob alle nötigen Arbeiten daran vorgenommen wurden.

Einen frühen Mondeo aus dem Jahr 1993 gibt es laut Schwacke-Liste ab 1 100 Euro. Die Preise für Fahrzeuge der Generation vom Jahr 2000 an beginnen bei etwa 7 900 Euro. Ein Mondeo 2.0 Ambiente von 2001 kostet 10 000 Euro, der entsprechende Kombi 11 150 Euro. Ein Stufenheck-Dieselmodell Mondeo 2.0 Tdci Futura aus dem Jahr 2003 schlägt mit 15 000 Euro zu Buche.

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