Der freche Sportler unter den Stadtautos
Ford Fiesta: Frischer Wind bei den Kleinwagen

Jetzt weht ein frischer Wind durch das bunte Feld der kleinen Autos. Nachdem in diesem Jahr schon der Mazda zwei und der Seat Ibiza Bewegung in das Einerlei der Stadtflitzer gebracht haben, meldet sich auch Ford zurück.

dpa-infocom HAMBURG. Mit der siebten Generation des Ford Fiesta will der Autobauer die Konkurrenz aufmischen und seinen Spitzenplatz im Segment zurückerobern. Nicht umsonst schließlich war der Kölner Dauerbrenner zehn Jahre lang das meistverkaufte Auto seiner Klasse. Schon auf den ersten Blick schindet der Neuling Eindruck: Ohne große Änderungen von der Studie Verve übernommen, gibt er den frechen Sportler unter den Stadtautos. Der trapezförmige Kühlergrill giert nach Luft, die Motorhaube ist stark konturiert und die Scheinwerfer ragen weit in die Kotflügel. In der Seitenansicht ist er geprägt von der weit nach vorn gerückten Frontscheibe, dünnen A-Säulen, dicken Radläufen und einer Charakterlinie, die schon im Stand für viel Schwung sorgt. Dazu gibt es einen knackigen Hintern mit weit nach oben gesetzten Heckleuchten und einem scharfen Knick über dem Kennzeichen.

Auch innen weht ein frischer Wind durch den Fiesta. Davon zeugt vor allem die eigenwillig geformte Mittelkonsole, die spitz in den Raum ragt und obenauf die wichtigsten Bedienelemente für Radio und Infotainment trägt. Die im scharfen Winkel geschnittenen Tasten erinnern weniger an andere Autos als an Mobiltelefone und sollen den Geist einer neuen Zeit widerspiegeln, die sich auch in der USB-Schnittstelle zwischen den Sitzen manifestiert. Denn natürlich will Ford mit dem Fiesta neben den etwa 750 000 Bestandskunden auch neue Fans gewinnen und dabei vor allem junge Erstautokäufer ansprechen. Und für die sind Handys und MP3-Player oft wichtiger als Leistung und Drehmoment. Das haben sie gut hinbekommen: Die Tastenfelder und die vielen Knöpfe am Lenkrad sind leicht zu bedienen.

Mehr Raum auf gleicher Fläche

Dennoch haben die Ingenieure auch in den klassischen Disziplinen gearbeitet und so zum Beispiel das Raumangebot verbessert. Obwohl die Länge von 3,95 Metern nahezu unverändert blieb und auch der Radstand von 2,49 Metern weitgehend übernommen wurde, bietet der Wagen innen mehr Platz. Außerdem hat Ford den Verstellbereich der weichen aber sehr bequemen Sitze vergrößert und dem Lenkrad eine Höhen- und Längsverstellung spendiert. Deshalb findet man in der ersten Reihe auf Anhieb eine bequeme Sitzposition, und hinten sind zumindest kurze Strecken selbst für Erwachsene keine Zumutung. Darüber hinaus ist auch der Kofferraum noch einmal um zehn Liter gewachsen und nun mit 295 Litern einer der größten in dieser Klasse.

Nicht alles ist perfekt

Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein im neuen Fiesta: In einigen Farbvarianten wirkt das Interieur nicht ganz so hochwertig. Manche Materialien etwa in den Türen oder im Dachhimmel hätten mit größerer Sorgfalt ausgewählt werden können, und der blank lackierten Kehrseite der Rückbank hätte eine Verkleidung nicht geschadet.

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