Der Kleine soll noch sauberer werden
Smart CDI: Der König der Knauser

dpa-infocom HAMBURG. Dank der CO2-Diskussion ist Spritsparen in. Selten war ein Smart deshalb so zeitgemäß wie heute. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,3 Litern und einem Schadstoff-Ausstoß von 88 g/km macht der neue Diesel den Zweisitzer zum genügsamsten Serienauto der Republik.

Der Hersteller schreibt ihm deshalb zu Recht „CO2-Champion“ ins Datenblatt. Allerdings hat das Sparen einen hohen Preis: Schon in der billigsten Variante steht der Diesel mit 11 200 Euro in der Liste, und wer dazu noch den freien Blick zum Himmel genießen möchte, muss für das Cabrio noch einmal 3 000 Euro mehr anlegen. Manch genügsamer Viersitzer ist da - zumindest mit geschlossenem Dach - zum Teil deutlich billiger.

Noch ist die Weste des Winzlings aber nicht ganz so sauber, wie Smart das gerne hätte. Denn fürs Erste gibt es nur einen im Werk nachgerüsteten Partikelfilter, ein offenes System also. Der vernichte zwar etwa 30 bis 40 Prozent des Feinstaubs und bringe den Smart locker unter alle Grenzwerte, sagt Markenchef Anders Jensen. Doch ist er gegenüber einem geschlossenen System eben nur die zweitbeste Lösung. Allerdings bietet kaum ein anderes Auto in dieser Klasse überhaupt einen Filter an. Und wenn, dann gegen Aufpreis. Vom nächsten Jahr an soll es den Smart cdi mit einem geschlossenen System geben. Außerdem kommt eine Start-Stopp-Automatik, die den Verbrauch auf 2,9 Liter und den CO2-Ausstoß auf 78 g/km senkt.

Der neue Diesel ist kein Sprinter

Warum nicht gleich so, mag man fragen und bekommt eine klare Antwort: „Wir haben lieber erst einmal den Grundmotor optimiert.“ Und das mit Erfolg: Denn im Vergleich zum Vorgänger ist der Verbrauch um 13 Prozent gesunken. Wie bei den Benzinern haben die Ingenieure allerdings gleichzeitig Leistung und Drehmoment um jeweils rund zehn Prozent angehoben. Weil der 0,8 Liter kleine Dreizylinder nun 33 kW/45 PS und maximal 110 Nm auf die Straße bringt, muss man an der Autobahnauffahrt noch keine großen Sorgen haben. Dafür reicht der Schwung jetzt allemal. Doch ein Renner ist der Smart cdi nicht: 19,8 Sekunden bis Tempo 100 und 135 km/h Spitze sind dafür zu wenig.

Gelassener als sein Vorgänger

Aber immerhin fährt man im Smart jetzt deutlich ruhiger als früher: Weil der Zweitürer nun fünf Zentimeter mehr Radstand und drei Zentimetern mehr Spurweite hat, rollt man mit etwas mehr Gelassenheit über Bodenwellen, Querfugen und Spurrinnen. Nur das halbautomatische Getriebe erfordert weiterhin ein ruhiges Gemüt. Es wechselt die Gänge zwar deutlich schneller, doch eine konventionelle Automatik oder eine Handschaltung können das einfach besser.

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