Der neue Mini
Riech-Kolben

„Ich bin gespannt, ob ich bei höherer Geschwindigkeit ein Gefühl bekomme wie im Gokart“, gluckst der Kölner Edel-Parfümeur Johann Maria Farina, dessen Vorfahr das Eau de Cologne schuf. Farina testet den neuen Mini – und findet ihn vor allem irrational.

KÖLN. An den kleinen Flitzer von der Insel kann sich der Mann gut erinnern: „Der Mini, das war schon immer ein besonderer Wagen“, schwärmt Johann Maria Farina. „Der hatte wirklich Stil.“ Das alte Modell aus den Fünfzigern war allerdings recht eng – und entsprechend unsicher habe man sich in seinem Innern gefühlt. Deshalb ist Farina, Chef der ältesten Parfümerie der Welt, gespannt darauf, endlich den modernen Nachfolger zu fahren.

Wo ist das Zündschloss? Wie macht man die Lüftung aus? Geht der Sitz automatisch nach hinten? Wer wie Farina das erste Mal in der neuesten Mini-Version Platz nimmt, ist zunächst überfordert von den vielen Kippschaltern und ungewöhnlich geordneten Armaturen. Hier ist nichts so wie in anderen Autos: Der riesige Tacho sitzt beim Mini da, wo sonst das Radio zu finden ist. Und der Blick durch die Sprossen des Lenkrads fällt stattdessen direkt auf den Drehzahlmesser.

Aber schon nach den ersten Kurven durch die Kölner Altstadt entspannt sich die Lage, und Farina hat den Wagen im Griff. „Ich bin gespannt, ob ich bei höherer Geschwindigkeit ein Gefühl bekomme wie im Gokart“, gluckst er. Das Ziel des Ausflugs steht fest: die Autobahn – hier soll der Mini beweisen, ob er mehr ist als ein zu groß geratenes Spielzeug.

Und tatsächlich: Auf der linken Spur der A59 Richtung Bonn kommen die Qualitäten des kleinen Briten voll zur Geltung. An seinen bulligen Landrover verschwendet Farina jetzt keinen Gedanken mehr. „Man sitzt fast auf der Straße und fühlt sich tatsächlich wie im Kart“, freut sich der 49-Jährige.

Mit dem neuen Mini ist es dem Mutterkonzern BMW offenbar gelungen, den Charme des alten Modells ins 21. Jahrhundert zu übertragen. Das Auto hat Kultstatus und längst alle vorhergesagten Verkaufszahlen gesprengt. Was Farina am Mini-Image so beeindruckt? „Man nimmt den Mini nicht als deutsches Auto wahr, sondern als englisches.“ Und das trifft genau den Geschmack des Parfümeurs, der schon als Kind vom Understatement britischer Karossen begeistert war und stets von einem Landrover träumte.

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