Der Renault Twingo gebraucht

Reife gegen Kindchenschema

Alte Twingo sind günstig und als Zweitwagen sehr beliebt. Lupenreine Empfehlungen sind sie nicht. Schon ab der ersten Kfz-Hauptuntersuchung fiel der Kleine den Prüfern überdurchschnittlich oft auf.
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Zweite Auflage: Das Blechkleid des zweiten Twingo ab 2007 fällt nüchterner aus als beim Vorgänger mit Kulleraugen-Scheinwerfern. Quelle: PR
Der Renault Twingo als Gebrauchter

Zweite Auflage: Das Blechkleid des zweiten Twingo ab 2007 fällt nüchterner aus als beim Vorgänger mit Kulleraugen-Scheinwerfern.

(Foto: PR)

Das ist nicht jedem Auto vergönnt: Schon als der Renault Twingo Anfang der 90er Jahre auf den Markt kam, startete er als Ikone. Das Design war frisch und niedlich. Der Innenraum zeigte sich flexibel. Umlegbare Sitze konnten ihn in eine Liegewiese verwandeln. Doch dann kam der Bruch: Das im Einheitsbrei mitschwimmende Nachfolgemodell enttäuschte die Kritiker optisch auf ganzer Linie. Dafür legte der Nachfolger bei anderen Eigenschaften zu.

Eine lupenreine Empfehlung für Käufer ist der bis 2014 gebaute Twingo II dennoch nicht. Zwar ist er geräumiger und bietet mehr Sicherheitsausstattung als der Vorgänger. Doch krankt er oft schon früh an Mängeln, wie der „TÜV Report 2016” festhält.

Bei der ersten Kfz-Hauptuntersuchung (HU) fällt der Kleinwagen überdurchschnittlich oft mit ausgeschlagenen Spurstangenköpfen, brüchigen Achsgummis und undichten Antriebswellenmanschetten auf. Ein dunkles Kapitel sind auch die Bremsen: Schon frühzeitig beginnen laut Report die Leitungen zu rosten. Auch die Scheinwerfer lassen zu oft zu wünschen übrig.

Diese Schwächen sind offenbar aber so gut wie nie relevant für etwaiges Liegenbleiben am Straßenrand: Der ADAC stuft den Twingo II in seiner aktuellen Pannenstatistik durch die Bank weg als „sehr pannensicher” ein. Aber auch ihn plagten vereinzelt technische Aussetzer.

So dokumentiert der Autoclub für Autos der Baujahre 2011 Defekte an Kurbelwellensensoren, die Baujahre 2013 fielen mit feuchten Zündkerzen auf. Twingos, die 2008 vom Band liefen, sind häufiger von defekten Zündspulen betroffen. Ansonsten gibt es entladene Batterien zu verzeichnen (2007 bis 2012). Diese Pannenursache geht, wie bei anderen Autos auch, aber oft auf mangelnde Pflege seitens des Halters zurück.

Zwei Rückrufe trafen den Twingo II: 2011 mussten knapp 8000 Autos von 2010 aufgrund von Störungen in der Ventilsteuerung zurück in die Werkstätten. 2009 rief der Hersteller eine ähnliche Anzahl an Twingos wegen gebrochener Sitzschienenfedern zurück, der Fahrersitz konnte sich unbeabsichtigt verschieben.

Alt, aber gut
Gute Gebrauchte bis 5.000 Euro, gibts das überhaupt?
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Beim Gebrauchtwagenkauf kann man viel falsch machen. Da gibt es drei Jahre alte Fahrzeuge, von dem schon bei der ersten Hauptuntersuchung ein Viertel aller Exemplare mit erheblichen Mängeln durchfällt. Oder Autos, von denen zehn Jahre nach ihrer Erstzulassung nur jeder Fünfte einen zweiten Anlauf braucht.

Im TÜV-Report informieren die Sachverständigen jedes Jahr darüber, welche der überprüften Modelle am besten abschneiden. Wie zeigen in der folgenden Auswahl fünf Empfehlungen aus fünf Fahrzeugklassen ...

Erreichbares Sparmobil:
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Die Optik des Toyota Prius muss nicht gefallen, die Verbrauchswerte und Mängelquote tun es aber auf jeden Fall. Der Hybrid schluckt 4,3 Liter Super auf 100 Kilometern (Normverbrauch) und auch nach acht bis neun Jahren und mehr als 100.000 Kilometern Laufleistung fallen nur 13 Prozent wegen erheblicher Mängel durch den TÜV. Die Preise für den japanischen Hybrid beginnen bei unter 5.000 Euro.

Keine Schönheit: Toyota Prius, Bj. 2004
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Im „Auto Bild“-Dauertest über 100.000 Kilometer beeindruckte der Prius II (2003 bis 2009) mit hervorragender Zuverlässigkeit und schloss mit der Traumnote 1 ab. Der 2009 vorgestellte Nachfolger erreichte dieses Top-Ergebnis nicht ganz: Bei ihm brannten auf 100.000 Kilometer zwei Scheinwerferglühlampen durch – eine mehr als beim Prius II. Trotzdem: Note 1.

Bezahlbare Einstiegsmobilität:
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Besonders für sparsame Stadt-Bewohner ist der Mazda2 eine interessante Option - entweder in der Mini-Van-Version, die bis 2007 gebaut wurden oder dem etwas schickeren Kleinwagen-Nachfolger. Beide Modelle zeichnen sich durch ihre Langzeithaltbarkeit aus, rollen überdurchschnittlich oft ohne Beanstandungen vom Hof der Prüfer. Preislich geht es auf den gängigen Internetbörsen bei rund 2.000 Euro los.

Preiswerter Hochsitz:
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Der Honda CR-V schneidet beim TÜV selbst im hohen Alter besser ab als der Durchschnitt der geprüften Autos. Sogar das bei SUV häufig verschleißanfällige Fahrwerk ist solide. Die eigenwillige Robust-Optik hat der Hochbeiner mit dem Generationswechsel ab 2006 abgelegt ...

Honda CR-V
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1996 kam der erste Honda CR-V auf den Markt - noch als recht kantiges Gefährt. Bereits die 2001 eingeführte zweite Auflage hatte deutlich mehr Rundungen im Blech. 2006 folgte die dritte, endgültig zum modernen SUV gereifte Generation.

2010 gab es für sie ein letztes Facelift, bevor im November 2012 die vierte Auflage erschien - mit größerem Kofferraum und mehr Platz für die Passagiere sowie sparsameren Motoren. Neu war auch eine Variante mit Frontantrieb, bis dahin gab es das SUV nur mit Allradantrieb.

Bei alten Modellen (die Preise für einigermaßen gepflegte Exemplare starten bei gut 3.000 Euro) sollte man auf Ausstattung mit ESP achten, bei neuen ist es serienmäßig.

Laut "TÜV Report" schneidet der Honda CR-V bei der HU überdurchschnittlich gut ab
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Auch der ADAC hat an dem SUV-Modell wenig auszusetzen und moniert hauptsächlich Störungen der Wegfahrsperre bei bis 2003 gefertigten Fahrzeugen. Bis zum Baujahr 2001 verzeichnet der Autoclub häufigen Marderbiss an den Zündkabeln. Wie viele Japaner sei auch der CR-V insgesamt ein sehr zuverlässiges Auto.

Unter der Haube des Japaners kommen Otto- oder Dieselmotoren zum Einsatz, allesamt Reihenvierzylinder. Extrem leistungsstarke Motoren fehlen in der Palette, ebenso Downsizing-Aggregate, die aus kleinen Hubräumen vergleichsweise viel Kraft schöpfen. Seit 2001 verrichten je nach Baujahr und Ausführung 2,0 und 2,4 Liter große Benziner die Arbeit, sie leisten zwischen 108 kW/147 PS und 122 kW/166 PS. Die 2,2 Liter großen Selbstzünder kommen auf 103 kW/140 PS beziehungsweise 110 kW/150 PS. Seit 2007 baut Honda Rußpartikelfilter ein.

1993 erblickte der Twingo die Autowelt. Das kann man fast schon wörtlich so sagen - wegen der von vielen Autofans geliebten Kulleraugen-Scheinwerfer. Der weit nüchternere Nachfolger kam 2007 zu den Händlern. 17 Zentimeter länger (3,60 Meter), bot er einen größeren Innenraum. Alle Modelle wurden ab Werk serienmäßig mit Frontairbags, Gurtstraffern und Seitenaufprallschutz ausgestattet, auch ABS und Bremsassistent waren ab Generation zwei immer an Bord. 2012 gab es ein leichtes Facelift.

2007, zum Start des Twingo II, nahm Renault erstmals Dieselmotoren unter die Haube. Sie leisten zwischen 47 kW/64 PS und 63 kW/86 PS. Die Benzinmotoren kommen je nach Baujahr und Ausführung auf 43 kW/58 PS bis 98 kW/133 PS im 16V-Modell. Erst mit der mit dem neuen Smart eng verwandten dritten Generation haben ab 2014 auch Dreizylinder Einzug gehalten. Die aktuelle Auflage ist anders als alle Twingos zuvor nun ein Fünftürer.

Die Sieger und Verlierer im neuen TÜV-Report
Autos immer besser in Schuss, sagt der TÜV
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Die Autos auf deutschen Straßen sind sicherer geworden. Laut dem TÜV Report 2016 ist die Zahl der Pkw mit erheblichen Mängeln in den vergangenen zwölf Monaten auf 22,6 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf Basis von neun Millionen Hauptuntersuchungen (HU) bei den in Deutschland beliebtesten 233 Fahrzeugmodellen ...

Beleuchtung häufigste Mängelquelle
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Ganz ohne Mangel absolvierten 63,7 Prozent der vorgeführten Autos die HU, geringe Mängel wiesen 13,6 Prozent auf. Am häufigsten stellten die Prüfer Mängel an der Beleuchtung fest, auch Fahrwerk, Bremsen oder Ölverlust am Motor zählten zu den gängigsten Kritikpunkten. Insgesamt habe sich die Qualität der Fahrzeuge in den letzten Jahren verbessert, so der Verband der TÜVs. Rost beispielsweise sei kaum mehr ein Thema.

Gewinner bei den zwei- bis dreijährigen: Mercedes B-Klasse (Typ W246)
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Bei nur 2,8 Prozent der Mercedes B-Klasse stellten die Prüfer erhebliche Mängel fest. Einer von 35 Fahrern musste also nochmal zur Nachuntersuchung antanzen. Mercedes schneidet in der Gruppe der zwei- bis dreijährigen Gebrauchtwagen sehr gut ab: Sechs der zehn besten Wagen kommen von dem Autobauer aus Stuttgart. Der TÜV-Report betrachtet neun Millionen Hauptuntersuchungen bei den 233 beliebtesten Automodellen in Deutschland.

Verlierer bei den zwei- bis dreijährigen: Chevrolet Spark
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14,6 Prozent des Modells flogen durch die erste Hauptuntersuchung. Obwohl der Kleinwagen billig zu haben ist, können ihn spätere Reparaturen teuer machen. Insgesamt fiel beim TÜV-Report jedes vierte bis fünfte Gefährt durch. Am häufigsten stellten die Prüfer Mängel an der Beleuchtung fest. „Die hohe Zahl an Beleuchtungsmängeln ist sehr erstaunlich, da sie einfach erkannt werden können“, kommentiert Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands der TÜV (VdTÜV).

Gewinner bei den vier- bis fünfjährigen: Audi A1
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Der Kleine von Audi kommt bei den TÜV-Prüfungen ganz groß raus: Nur 5,7 Prozent aller Audi A1 verwehrte der TÜV die Prüfplakette. Danach folgen der BMW Z4 (6,0 Prozent) und der Audi Q5 (6,1).

Verlierer bei den vier- bis fünfjährigen: Dacia Logan
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Beim TÜV-Report hat der Mängelriese von Dacia eine Durchfallquote von 28,1 Prozent. In der Studie fielen vor allem preisgünstige Wagen durch. Das kann an der Qualität der Fahrzeuge liegen, die Wartung spielt aber auch eine Rolle. Wenig verwundernd: Je älter ein Fahrzeug, desto häufiger fällt es durch die TÜV-Prüfung. Bei den zwei- bis dreijährigen sind es im Schnitt nur 7,8 Prozent Durchfaller, bei den zehn- bis elfjährigen fast ein Drittel.

Gewinner bei den sechs- bis siebenjährigen: Porsche 911 (Typ 997)
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Bei den sechs- bis siebenjährigen Autos liegt der Porsche 911 ganz vorne: Nur 8,9 Prozent fielen durch die Hauptuntersuchung. Besonders Toyota ist in den höheren Altersklassen oft auf den vorderen Plätzen. Beim TÜV-Report war der japanische Autobauer die erfolgreichste Marke. Bei den sieben- bis achtjährigen Wagen waren gleich fünf Toyotas unter den Top Ten.

Wer einen gebrauchten Twingo II sucht, muss laut Preisbeobachter Eurotax Schwacke im Schnitt mindestens 3100 Euro anlegen. Dafür ist ein 2007er 1.2 Authentique mit 43 kW/58 PS zu haben. Solche Exemplare haben durchschnittlich um die 87 000 Kilometer auf dem Tacho. Für einen 1.6 16V 130 Gordini R.S. von 2013 mit 98 kW/133 PS sind noch etwa 9750 Euro einzuplanen - bei circa 33 000 Kilometern. Noch durchschnittlich 6650 Euro fallen für einen 2011er dCi 85 Rip Curl mit 63 kW/86 PS (78 000 Kilometer) an.

Auf die G-Klasse fahren alle ab
Ob als praktische Nutzfahrzeuge für Ausflüge über Stock und Stein in die freie Natur oder als Prestigeobjekte für den Großstadtdschungel:
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Der Boom der SUV und Geländewagen ist ungebrochen. Und obwohl der Trend aus den USA stammt, interessieren sich die Autofahrer hierzulande vor allem für deutsche und britische Modelle – allen voran die Mercedes-Benz G-Klasse. Das hat eine aktuelle Auswertung von AutoScout24 ergeben. Die simple Fragestellung: „Welche Geländewagen und SUV erhalten die meisten Seitenaufrufe in Deutschland auf dem Online-Fahrzeugmarkt?“ Woraus man indirekt ableiten kann, welche SUV besonders begehrt sind.

Lebendes Fossil auf Platz eins
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Die G-Klasse von Mercedes-Benz (hier die neueste AMG-Variante) geht als klare Nummer eins hervor. Der Klassiker unter den Geländewagen hat sich äußerlich seit mehr als 25 Jahren kaum verändert. Er erhält – trotz eines Durchschnittspreises von rund 64.000 Euro als Gebrauchtwagen – in Deutschland die meisten Seitenaufrufe unter allen Offroadern bei AutoScout24.

Auf Platz zwei ...
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... der meisten Modelabfragen für gebrauchte SUV steht der bayerische Hersteller BMW mit seinem SUV-Coupé X6. Das schnittige Modell mit dem unübersehbaren Heck kostet gebraucht durchschnittlich 48.000 Euro. Dafür gibt es aber nur die vorherigen Modelle, garantiert nicht die hier abgebildete neue Version des bärenstarken X6 M.

Auf Platz 3
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Der Range Rover Sport (42.000 Euro) vom britischen Hersteller Land Rover liegt als bestplatziertes ausländisches Fahrzeug auf Platz drei. „Die deutschen Hersteller dominieren den Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland im Bereich SUV und Geländewagen“, stellt Sebastian Lorenz von AutoScout24 fest.

Platz 4
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Der X5 aus dem Hause BMW, der gebraucht laut Autoscout durchschnittlich noch 31.000 Euro kostet.

Gebraucht für durchschnittlich 62.000 Euro zu haben.
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Der Traum von der Größe: Die besonders geräumige GL-Klasse von Mercedes-Benz landet auf Platz fünf der Beliebtheitsskala.

Neun von zehn der beliebtesten SUV und Geländewagen kommen aus Europa
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An sechster Stelle des Autoscout-Rankings folgen wiederum die Briten von Land Rover mit dem Modell Range Rover. Der Oberklasse-Geländewagen gilt als Vorbild für viele spätere SUV unterschiedlicher Hersteller. Er ist gebraucht für durchschnittlich 45.000 Euro zu haben.

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