Test + Technik
Der Saab 9-3 gilt als problemloser Gebrauchtwagen

Saab-Fahrer gelten als Individualisten, hatten in der Vergangenheit aber auch mit manchen Mängeln an den Fahrzeugen ihrer bevorzugten Marke zu kämpfen. Mit dem 9-3 hatten die größten Leiden ein Ende.
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dpa/gms STUTTGART. Saab-Fahrer gelten als Individualisten, hatten in der Vergangenheit aber auch mit manchen Mängeln an den Fahrzeugen ihrer bevorzugten Marke zu kämpfen. Mit dem 9-3 hatten die größten Leiden ein Ende.

Der Typ ist zwar äußerlich kaum von dem bis dahin gebauten 900 zu unterscheiden, gilt aber als das bessere Auto. Laut der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart zeigt sich der 9-3 als ebenso zuverlässig wie solide.

Der rundliche Saab 900 erschien 1993 und ersetzte den kantigen Vorgänger. Neben Saab-typischen Merkmalen wie einem Zündschloss zwischen den Vordersitzen brachte der Neue eine geräumige Karosserie mit genügend Platz für vier Insassen. Weiteres Merkmal der drei- und fünftürigen Schräghecklimousine ist eine große Hecklappe mit dahinter liegendem geräumigen Gepäckabteil. 1998 folgte die Umbenennung in 9-3. Doch während optisch alles beim Alten blieb, gilt die Qualität des neuen Modells als höher. Eine umfangreiche Sicherheitsausstattung ist bei Saab ohnehin typisch. Schon der 900 besaß mindestens einen Airbag und ABS, beim 9-3 kamen weitere Airbags hinzu.

Bei den Motoren werden im Saab ausschließlich Vierzylinder geboten. Meist sorgen Turbolader für zusätzliche Leistung, die auf die Vorderräder übertragen wird. Die Basis bildet ein 2,0-Liter-Motor mit 96 kW/130 PS, Top-Modell in Sachen Leistung ist der von 1999 bis 2000 gebaute 9-3 2.3 Turbo Viggen mit 169 kW/230 PS. Diesel-Aggregate gab es erst im 9-3 mit 85 kW/115 PS und 92 kW/125 PS.

Zu den wenigen typischen Mängeln des Saab gehören nach Dekra-Angaben verölte Motoren und eine zu Undichtigkeiten neigende Servolenkung. Ansonsten gilt das Auto als nicht mit typischen Mängeln behaftet, auch Rost ist kein Thema. Beim ersten Anlauf nach drei Jahren schaffen knapp 84 Prozent der Fahrzeug die Hauptuntersuchung ohne Mängel. Bei den acht bis neun Jahre alten Fahrzeugen ist es dagegen nur knapp die Hälfte.

Wer sich für einen frühen 900 2.0i S aus dem Jahr 1993 entscheidet, muss dafür laut Schwacke-Liste nicht mehr als 2 700 Euro zahlen. Für einen 9-3 2.3i mit Baujahr 1998 müssen schon 6 700 Euro angelegt werden, ein gleich alter 9-3 2.2 TID-Diesel kostet etwa 7 000 Euro. Einen Turbo Viggen von 1999 gibt es für etwa 13 500 Euro.

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