Die M-Klasse
Überall zu Hause

Sein fahrbarer Untersatz erinnert Ullrich Goll an ein Utensil, das im Kinderzimmer eines seiner Söhne zu finden ist. „Wie ein aufgepumptes Spielzeugauto“, entfährt es ihm, als er in der neuen M-Klasse von Mercedes auf dem Fahrersitz Platz nimmt.

Mit dem Adjektiv „aufgepumpt“ will sich Baden-Württembergs Justizminister gar nicht despektierlich seinem Objekt der Begierde nähern. Vielmehr macht er auf den Umstand aufmerksam, dass der Weekend-Journal-Testwagen mit reichlichen 308 PS ausgestattet ist.

Zu viel des Guten, findet der Politiker. Weniger Pferdestärken hätten ihm auch gereicht.

Doch die 5-Liter-Maschine nimmt so etwas nicht übel. Geräuschlos verrichtet das 8-Zylinder-Aggregat seinen Dienst auf der Fahrt von der Stuttgarter Innenstadt hinaus zur „Solitude“. Gemeint ist das gleichnamige Rokoko-Schloss vor den Toren der Schwaben-Metropole, das bereits 1903 erstmals Ziel eines Berg-Rennens war.

Das Gelände rings um das Schloss, das Prinz Karl Eugen von Württemberg Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute, bot anspruchsvolle Streckenvarianten. Von 1935 bis 1965 säumten bei Motorrad-WM-Läufen und Formel-1-Rennen bis zu 290 000 Zuschauer die Strecke.

Renn-Atmosphäre möchte denn auch unser Tester versprühen, als er mit Verve durch die kurvenreichen Straßen prescht. „Einwandfrei“, lobt Goll. Der „500er“ der M-Klasse zeigt keine Unsicherheiten.

Auch Haarnadel-Kurven verdaut der Wagen ohne Probleme. „Das Auto ist zwar mit Geländeeigenschaften gebaut, aber es gehört in erster Linie auf die Straße“, sagt Goll. Da werden ihm die Mercedes-Ingenieure nicht widersprechen. Bei der Neuausrichtung dieser Modellreihe – offiziell heißt sie mit Rücksicht auf BMW ja „ML“ – standen Verbesserungen bei Eleganz und Komfort im Fokus.

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