Die neue Corvette - aufgerüstet für Europa
Viel PS und Kult-Image: Corvette C6 Coupé

Erstaunlich ist angesichts der Leistung der moderate Verbrauch. Zwar liegt der Spritkonsum im Stadtverkehr zwischen 15 und 20 Litern. Doch verfügt die Corvette über einen Autobahn-Sparmodus. Dank einer lang übersetzen sechsten Gangstufe verbraucht man bei 130 bis 140 km/h weniger als zehn Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer.

Keine Angst bei 300 Sachen

Die Karosserie ist für ein nach oben offenes Fahrzeug erstaunlich verwindungssteif. Zusammen mit den groß dimensionierten und kräftig zupackenden Bremsen lassen sich auf einer freien Autobahn die angesagten 300 km/h tatsächlich ausfahren ohne das - zumindest fahrwerksseitig - große Unsicherheit aufkommt.

Der Wechsel in den Offen-Modus gestaltet sich übrigens etwas umständlich. Zunächst muss man drei Hebel umlegen, das Neun-Kilo- Verdeck aus seiner Verankerung heben und in den Kofferraum bugsieren. Am besten und bequemsten funktioniert dies zu zweit. Offen wird es dann aber mit der Kommunikation etwas schwierig. Bereits ab 100 km/h sind Verwirbelungen und Geräuschpegel sehr hoch. Das Dach findet übrigens neben diversen Gepäckstücken im 634 Liter großen Kofferraum Platz.

Die in Deutschland von Kroymans vertriebene Corvette kostet mindestens 61 450 Euro. Viel Geld für ein Auto, dass auch im Unterhalt nicht gerade billig ist. Die Versicherungseinstufung ist in jedem Fall happig. Doch andererseits bietet kein anderer Hersteller so viel Leistung bei so wenig Kosten. In der Liga der Sportwagen, die weniger als fünf Sekunden für den 100-km/h-Spurt brauchen, ist nur der spartanische Opel Speedster Turbo günstiger. Dieser braucht jedoch 4,9 Sekunden.

Fazit: Die Corvette begeistert und polarisiert zugleich

Die neue Corvette dürfte vor allem Freunde besonders leistungsstarker Sportwagen ansprechen. Und diese Leistung ist gar nicht mal teuer: 404 PS für 61 450 Euro - ein fraglos attraktives Angebot. Zumal der US-Bolide gegenüber dem Vorgänger deutlich gewonnen hat: Die Baureihe C6 ist schöner geworden, besser zu fahren, komfortabler und bietet zudem viel Charakter. Ihr immer noch brutales Wesen kann beeindrucken, wird aber andererseits wohl nicht jeden Geschmack treffen. Dafür sind die Fahrleistungen enorm, der Verbrauch noch moderat, die Unterhaltskosten hingegen hoch.

Für die Corvette spricht außerdem ihr variables Dach. Wer auf das offene Fahrvergnügen nicht verzichten will, geschlossen eine bemerkenswert leise Dachkonstruktion und zudem einen großen Kofferraum wünscht, findet in der Corvette ein fast ideales Fahrzeug. Nachteilig ist jedoch das hohe Geräuschniveau im Offen-Modus und das in der Handhabe etwas umständliche Targa-Dach.

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